Der Baukonzern Bilfinger hat im Q2 2026 den Umsatz um 7 % auf 1,45 Mrd. Euro gesteigert. Das EBITA legte nur unterproportional um 4 % auf 77 Mio. Euro zu. Während das Umsatzziel (5,4 bis 5,9 Mrd. Euro) bestätigt wurde, soll die EBITA-Marge 2026 nur noch am unteren Ende der Spanne von 5,8 bis 6,2 % liegen.
Die Gründe für den schwächeren operativen Gewinn liegen vor allem bei Projektverschiebungen in Europa aufgrund der geopolitischen Entwicklungen, wodurch sich Baumaterial verteuerte. Dazu kommen die fehlenden Aufträge aus dem Investitionsprogramm des Bundes für Straße und Schiene. Bei Letzterem keimt jetzt jedoch wieder Hoffnung auf. Das Statistische Bundesamt meldete jüngst um über 11 % gestiegene Auftragseingänge für die Baubranche im Juni (gegenüber dem Vorjahresmonat). Die Umsätze stiegen zudem um 6,6 %. Was besonders gefällt: Die Branche profitierte endlich vom Sondervermögen des Bundes.
Bilfinger hatte bei Zahlenvorlage am 12. August bereits ein stärkeres 2. Halbjahr 2026 angekündigt. Tatsächlich könnte es jetzt im Baugewerbe zu einer echten Trendwende kommen...
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