Top-Märkte: Euro

In der Eurozone wird derzeit ein BIP von rund 13,4 Bio. US-Dollar erwirtschaftet, das entspricht rund 14,2 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Auf ein höheres ökonomisches Gewicht kommen nur die USA mit 15,1 Bio. US-Dollar resp. 19,1 Prozent. Da verwundert es nicht, dass sich der Euro nach seiner Einführung im Jahr 1999 zu der zweitwichtigsten Reservewährung weltweit entwickelt hat, deren Anteil an den weltweit gehaltenen Devisenreserven auf ca. ein Viertel geschätzt wird. Auch wenn gegenüber der Weltleitwährung US-Dollar mit ihrem Anteil von 60 Prozent zwar immer noch ein deutliches Gefälle zu sehen ist, spielt der Euro damit schon eine zentrale Rolle auf den Devisenmärkten. Das zeigt vor allem der Vergleich mit der drittwichtigsten Währung der Welt, dem britischen Pfund, auf das lediglich 4,2 Prozent der weltweiten Reserven entfallen (Datenquelle: IWF). Die Relation vom Euro zum US-Dollar ist daher für die Marktteilnehmer von zentraler Bedeutung. Auch die aktuelle Schuldenkrise im Euroraum hat bislang weder dem Außenwert gegenüber der Greenback noch dem Status als wichtige Reservewährung dramatisch geschadet. Noch haben die Investoren offenbar Geduld mit der europäischen Politik, die spannende Frage ist aber, wie lange das noch so bleibt. Andererseits bietet der Euro nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. Denn der von der Krise erzwungene Reformprozess könnte dem Euroraum mittelfristig eine neue Dynamik einhauchen und seine Bedeutung als weltweite Reservewährung perspektivisch noch weiter erhöhen.

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