Top-Märkte: Gold

Spätestens mit der Finanzkrise 2008/09 ist Gold als Anlageobjekt in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gerückt. Im Gegensatz zum kriselnden Papiergeldsystem gilt das Edelmetall als wertstabil, da es knapp und seit Jahrtausenden sehr begehrt ist. Der wichtigste Abnehmer von Gold ist weiterhin die Schmuckindustrie, die 2010 rund 2.000 Tonnen im Wert von knapp 80 Mrd. US-Dollar verwendete (Quelle WGC). Das stärkste Wachstum verzeichnet seit Jahren aber die Nachfrage aus dem Finanzsektor. Diese Investmentnachfrage erhöhte sich seit 2008 um 78 Prozent auf 59,7 Mrd. US-Dollar. In diesem Zeitraum ist besonders der Absatz von Gold-Barren gestiegen, der sich wertmäßig fast verdoppeln konnte. Dennoch ist Gold in den Portfolios der Anleger im globalen Schnitt lediglich mit einem niedrigen einstelligen Prozentsatz vertreten. Sollten angesichts der weiterhin sehr offensiven Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken die Zweifel an der Überlebensfähigkeit des Papiergeldes weiter zunehmen, dürfte dieser Anteil aber weiter steigen, was den Goldpreis auf neue, wohl noch ungeahnte Höhen treiben würde. Andererseits sind vor dem Hintergrund der inzwischen schon sehr stark gestiegenen Interesses an Goldinvestments sowie der enormen medialen Präsenz des Edelmetalls auch die typischen Anzeichen einer Blasenbildung nicht zu übersehen. Sollte sich deswegen abzeichnen, dass der Weltuntergang auch diesmal ausbleibt, dürfte die Goldblase rasch in sich zusammenfallen. Bis zur nächsten Krise, die nach den bisherigen Erfahrungen wieder etwas stärker ausfallen dürfte. Was die Zukunft auch bringt, Gold ist und bleibt eines der spannendsten Segmente im Rohstoffsektor.

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