Daldrup und Söhne: Newsflow dürfte positiv bleiben

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Nach einer außergewöhnlich starken Rally bis in den Februar hinein hat die Aktie von Daldrup & Söhne in den vergangenen Monaten deutlich Luft abgelassen. Vom Hoch aus summierte sich der Rückgang auf Xetra-Basis zeitweise auf rund 40 Prozent. Angesichts der zuvor sehr dynamischen Kursgewinne erscheint diese Korrektur jedoch eher als gesunde Abkühlung denn als grundlegender Stimmungsumschwung.

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Denn operativ hat sich an der positiven Grundstory wenig geändert. Zwar rechnet das Management für das laufende Jahr mit einer EBIT-Marge von 11,5 bis 13,5 Prozent und damit unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert von 17,2 Prozent. Auch der erwartete Anstieg der Gesamtleistung auf rund 58 Mio. Euro wirkt mit etwa 13,5 Prozent Wachstum auf den ersten Blick weniger dynamisch, als es der stark ausgeweitete Auftragsbestand vermuten ließe.

Der Hauptgrund dafür liegt jedoch weniger in einer schwächeren Nachfrage als in zeitlichen Verschiebungen bei Großprojekten. Ein bedeutendes, 2025 gewonnenes Projekt startet nach Verzögerungen erst im kommenden Quartal. Sobald die Arbeiten dort anlaufen, sollte sich der Beitrag zu den Erlösen spürbar erhöhen und nicht nur 2026, sondern auch im Folgejahr zunehmend sichtbar werden. Gerade 2027 zeichnet sich deshalb bereits ein weiterer deutlicher Wachstumsschub ab, da das Projekt dann über ein volles Geschäftsjahr in die Zahlen einfließt.

Zusätzliche Dynamik könnte aus neuen Auftragserfolgen entstehen. Auf dem jüngsten Kapitalmarkttag stellte das Management in Aussicht, dass sich Daldrup & Söhne an weiteren Ausschreibungen beteiligt hat und in den kommenden Monaten mit zusätzlichen Zuschlägen rechnet. Das würde die Visibilität für die nächsten Jahre weiter erhöhen.

Auch strategisch bleibt das Potenzial beachtlich. Nach Unternehmensangaben lassen sich mit den bestehenden Kapazitäten bereits Jahresleistungen von rund 75 Mio. Euro abbilden. Durch weitere Kapazitätserweiterungen erscheinen bis zum Ende des Jahrzehnts sogar dreistellige Umsatzgrößenordnungen erreichbar. Die Marktbedingungen sprechen dafür: Ob Geothermie, Infrastruktur oder Rohstoffexploration – der Bedarf an spezialisierten Bohrleistungen steigt in mehreren Segmenten gleichzeitig, während qualifizierte Anbieter rar bleiben und hohe Markteintrittsbarrieren den Wettbewerb begrenzen.

Vor diesem Hintergrund wirkt die jüngste Bodenbildung im Chart plausibel. Die Aktie hat nach dem Rücksetzer erste Anzeichen einer Stabilisierung gezeigt. Sollten in den kommenden Monaten neue Großaufträge gemeldet werden, könnte dies den jüngst begonnenen Stimmungsumschwung zusätzlich verstärken.

(aktien-globlal.de, erstellt 23.06.26, 7:25 Uhr, veröffentlicht 23.06.26, 7:32 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)

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