Pyramid: Diesmal mit Rückenwind?

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Im Herbst vergangenen Jahres sorgte Pyramid AG an der Börse für Aufsehen. Der Grund war die Meldung über einen umfangreichen Rahmenvertrag, der die Fantasie der Investoren beflügelte und die Aktie kräftig nach oben trieb. Inzwischen ist die Notierung jedoch wieder auf das Niveau vor der Ankündigung zurückgekommen. Damit stellt sich die Frage, ob sich das Papier erneut als Einstiegsgelegenheit anbietet.

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Vor Umsetzung des Großauftrags

Kern der damaligen Kursrally war ein Vertrag mit einem deutschen Kunden über die Lieferung von Hochleistungsservern inklusive KI-Funktionalitäten. Das vereinbarte Volumen bewegt sich im dreistelligen Millionenbereich. Die Auslieferungen sollen sich vor allem auf das laufende Geschäftsjahr sowie die beiden Folgejahre konzentrieren. Entsprechend dürfte der Auftrag in diesem Zeitraum einen spürbaren Beitrag zu Umsatz und Ergebnis leisten.

Operative Herausforderungen und Neuausrichtung

Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Deutlich gestiegene Preise für IT-Komponenten erhöhen den Druck auf die Margen. Zudem haben sich die Expansionen der vergangenen Jahre nicht in allen Bereichen wie erhofft entwickelt. Besonders die übernommene Tochter faytech, die Touch-Lösungen produziert, blieb hinter den Erwartungen zurück.

Vor diesem Hintergrund trennt sich das Unternehmen von einem Großteil der Aktivitäten: Im Rahmen eines bereits im Vorjahr vereinbarten Management-Buy-outs werden die internationalen Bereiche von faytech abgegeben, während das Europageschäft im Konzern verbleibt. Der Vollzug der Transaktion steht noch aus.

Bewertung auf niedrigem Niveau

Mit der Fokussierung auf die europäischen Kernmärkte soll die Basis für nachhaltige Profitabilität gelegt werden. Für den Fall, dass der faytech-Verkauf wie geplant abgeschlossen wird, stellt das Management für die laufende Periode Erlöse zwischen 87 und 93 Mio. Euro sowie ein EBITDA von 4,2 bis 4,7 Mio. Euro in Aussicht. Im kommenden Jahr sollen die Umsätze auf 105 bis 120 Mio. Euro steigen, beim EBITDA werden 5,0 bis 6,0 Mio. Euro angestrebt.

Gemessen daran erscheint die Bewertung moderat: Auf Basis der Mitte der diesjährigen Umsatzspanne ergibt sich beim Kurs von 0,85 Euro ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 0,22, das EBITDA-Multiple liegt bei etwa 4,5. Gelingt der Abschluss der Restrukturierung und wird der Großauftrag planmäßig umgesetzt, könnte die aktuelle Kursschwäche somit eine zweite Chance darstellen.

(aktien-globlal.de, erstellt 11.02.26, 10:32 Uhr, veröffentlicht 11.02.26, 10:35 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/).

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