Die Commerzbank hat einen weiteren Aktienrückkauf abgeschlossen und dabei rund 1 Mrd. Euro für knapp 31 Mio. Aktien bezahlt. Vorstandschefin Bettina Orlopp sieht hierin einen zentralen Baustein bei der Kapitalrückgabe für 2025. Möglicherweise steckt sogar noch mehr dahinter.
Wenn ein Unternehmen Aktien im großen Stil zurückkauft, dann verfolgt es damit gleich mehrere Ziele. So geht es mitunter darum, überschüssige Liquidität zu nutzen und gleichzeitig ein Signal an den Markt zu senden, dass der aktuelle Aktienkurs noch Potenzial hat. Zudem erhöht der Rückkauf den Gewinn je Aktie, worauf am Markt bekanntlich ganz genau geschaut wird.
Bei der Commerzbank dürfte der Rückkauf aber noch einen weiteren Hintergrund haben: Der Unicredit die Übernahme so schwer und teuer wie möglich zu machen! Ja: Schwerer und teurer dürfte es tatsächlich werden. Zu verhindern wird die Übernahme aber wohl nicht mehr sein. Die italienische Großbank hält nach jüngsten Meldungen etwa 26 Prozent der Commerzbank-Aktien. Zudem besitzt sie über Derivate Zugriff auf weitere rund 3 Prozent. Ab einer Marke von 30 Prozent wäre ein öffentliches Übernahmeangebot für die freien Aktionäre fällig.
Für die Aktionäre der Commerzbank könnte es kaum besser laufen. Die Bank erwirtschaftet starke Gewinne, die Dividende dürfte weiter angehoben werden und der Aktienkurs profitiert vom Aktienrückkauf und den Übernahmespekulationen. Technisch gelang es zuletzt, das Zwischenhoch bei 34/35 Euro zu überwinden. Der Weg zum Jahreshoch bei 37/38 Euro scheint frei. Bis zu einem wahrscheinlichen Übernahmeangebot ist das Papier nach unten gut abgesichert.
(aktien-global.de, 19.12.2025, 11:00 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)
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