artec technologies: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

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Nach Einschätzung der Analysten von SMC-Research profitiere die artec technologies AG im laufenden Jahr teilweise von der Schwäche in 2019, weil die letztjährigen Auftragsverschiebungen nun für volle Auftragsbücher sorgen. Auf dieser Grundlage erwartet der SMC-Analyst Adam Jakubowski für 2020 ein sehr hohes Umsatzwachstum und die Rückkehr in die schwarzen Zahlen.    

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Das Jahr 2019 sei für artec laut SMC-Research sehr enttäuschend verlaufen. Statt des angestrebten Wachstums habe sich der Umsatz um fast ein Drittel auf 2,0 Mio. Euro reduziert, während das Ergebnis deutlich ins Minus gerutscht sei. Als ursächlich dafür bezeichnet SMC-Research vor allem die verzögerte Erteilung von mehreren mehr oder weniger fest eingeplanten Großaufträgen. Insbesondere die verspätete Endabnahme eines Großprojekts bei einer Bundesbehörde habe für den verspäteten Eingang eines Erweiterungsprojekts sowie für Verschiebungen geplanter Bestellungen anderer Behörden gesorgt, die das gleiche System einsetzen wollen.

Von diesen Verschiebungen profitiere artec nach Darstellung des Researchhauses nun im laufenden Jahr. Für den bisherigen Jahresverlauf berichte das Unternehmen von einem hohen Auftragseingang, zu dem auch der besagte Erweiterungsauftrag gehöre. Insgesamt solle allein der Halbjahresumsatz trotz der COVID-19-Pandemie von 0,9 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro steigen, auch für das Gesamtjahr stelle artec ein hohes Umsatzwachstum und ein positives Ergebnis in Aussicht. Auch die weiteren Perspektiven bezeichnen die Analysten als vielversprechend, weil sich die im letzten Jahr ergriffenen Vertriebsinitiativen zunehmend auszuzahlen beginnen. Dies gelte sowohl für den BOS-Bereich, in dem artec mit dem BOS-Manager über ein offenbar sehr attraktives und stark nachgefragtes Produkt verfüge, als auch für den Medienbereich, wo artec zwar von Corona-bedingten-Verzögerungen, aber grundsätzlich von vielversprechenden Vertriebsgelegenheiten berichte, und für den Industriebereich, für den zusammen mit einem neuen internationalen Partner jüngst ein großes Projekt zur Verkehrsüberwachung auf Autobahnen gewonnen worden sei.

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SMC-Research sieht deswegen die Erwartung eines im Trend der kommenden Jahre stark wachsenden Geschäftsvolumens weiterhin als gerechtfertigt an, auch wenn die geringe Unternehmensgröße und die Abhängigkeit von vergleichsweise wenigen Projekten das Risiko von Rückschlägen in einzelnen Jahren spürbar erhöhen, so die Analysten. Ein solches Jahr sei 2019 gewesen, doch habe sich hierdurch die grundsätzlich positive Einschätzung des Unternehmens und seiner Perspektiven nicht geändert. Das spiegele auch der von den Analysten ermittelte faire Wert wider, der aufgrund der vorgenommenen Absenkung der Umsatz- und Ergebnisschätzungen zwar spürbar unter dem alten Wert liege, doch mit 6,00 Euro je Aktie weiterhin ein hohes Aufwärtspotenzial verspreche. Aufgrund dessen und in Kombination mit dem ausgeprägten Projektcharakter des artec-Geschäfts, der für starke Schwankungen der Erlöse und noch stärker der Gewinne sorge, bestätigen die Analysten das bisherige Urteil „Speculative Buy“.      

(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 16.06.20, 12:45 Uhr)

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Hinweise nach Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958

Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 16.06.2020 um 12:25 Uhr fertiggestellt und am 16.06.2020 um 12:35 Uhr von sc-consult GmbH (SMC-Research) erstmals veröffentlicht.

Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: http://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2020/06/2020-06-16-SMC-Update-artec_frei.pdf

Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.

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