DAX: Schub für 2014

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Der Rekordtiefstand beim VDax und eine durch technische Indikatoren untermauerte überkaufte Lage hatten eine nahende Konsolidierung bereits angekündigt. Wir sehen darin aber nur eine normale und gesunde Korrektur nach den vorherigen hohen Kursgewinnen. Die mittelfristigen Aussichten bleiben positiv, auch dank des Kompromisses im US-Haus­halts­streit.

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Eigentlich hatte man sich geistig schon auf den nächsten Haushaltsshowdown in den USA Anfang nächsten Jahres eingestellt, wenn die Übergangslösungen auslaufen. Stattdessen haben Republikaner und Demokraten nun die Kuh heimlich, still und leise vom Eis befördert. (siehe dazu auch das Intro). Die Regierung verlässt damit den Pfad des rigiden Sparkurses und folgt einem nur noch moderat restriktiven Budgetpfad. Damit ist die Gefahr, dass die Wirtschaft durch rigide Kürzungen abgewürgt wird, vom Tisch, allerdings ist der Staat für eine Budgetkonsolidierung nun auch auf ein hohes Wirtschaftswachstum angewiesen.

Dieser Plan könnte aber durchaus aufgehen, wie die aktuellen Wirtschaftsdaten verdeutlichen. Um satte 3,6 % ist die US-Ökonomie im dritten Quartal gewachsen, und damit deutlich stärker, als von Volkswirten im Vorfeld erwartet (die Konsens-Schätzung lag bei 3,1 %). Dies macht sich mittlerweile auch am Arbeitsmarkt bemerkbar. Bereits seit November 2010 werden neue Jobs geschaffen, zuletzt rund 200 Tsd. pro Monat. Diese Marke gilt als notwendig, um die Arbeitslosigkeit spürbar abzubauen, was nun auch gelingt. Im November ist die Arbeitslosenquote auf 7,0 % gefallen, der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Spürbar positive Effekte auf den US-Haushalt sind so nur noch eine Frage der Zeit.

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Damit sinkt das Risiko rapide, dass die USA 2014 die Weltkonjunktur negativ beeinflussen. Stattdessen dürften die Vereinigten Staaten das wichtigste Zugpferd werden. Dies deutet die Entwicklung der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie schon seit Monaten an, die amerikanischen Unternehmen legten zuletzt einen wahren Höhenflug hin. Aber auch in Deutschland, und mit Abstrichen, in der Eurozone weist der Indikator nach oben, während China bei einer – für das Land – relativ moderaten Wachstumsgeschwindigkeit stagniert.

Das positive Konjunkturszenario haben die Anleger in dem goldenen Börsenherbst bereits eingepreist, nun werden wegen einer absehbaren Begleiterscheinung der Konjunkturerholung Gewinne eingestrichen. Denn nach dem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit erwarten die meisten Anleger, dass die US-Notenbank in ihrer Sitzung in der nächsten Woche eine Kürzung des Kaufprogramms von Staatsanleihen beschließt. Viele Anleger sehen darin den Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik, die als wichtige Triebfeder der Hausse gilt – und bringen sich vorsichtshalber in Sicherheit.

Wir halten die Sorgen wegen einer etwas weniger expansiven Geldpolitik in den USA aber für übertrieben. Denn zum…

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