Hypoport betreibt mehrere Plattformen, die die Digitalisierung von Geschäftsabschlüssen in der Immobilien-, Versicherungs- und Finanzwirtschaft vorantreiben. Die Rahmenbedingungen sind derzeit weiterhin nicht leicht, insbesondere im Immobiliengeschäft, das unter relativ hohen Zinsen leidet. Trotzdem sind bei dem Unternehmen gute Fortschritte erkennbar, die die stark gefallene Aktie interessant machen.
Hypoport agiert als Holdinggesellschaft für ein breites Konglomerat von Technologieunternehmen, die für die drei Bereiche Real Estate & Mortgage, Financing und Insurance Plattformen und Lösungen anbieten, mit denen die Digitalisierung von Abschlüssen in den Branchen vorangetrieben wird. Das erste Segment ist mit einem Umsatz von 127 Mio. Euro im ersten Quartal 2026 (75 % des Konzerns) und einem EBIT-Beitrag von 14 Mio. Euro klar das wichtigste Standbein. Hypoport bietet hier u.a. die größte deutsche Plattform für Immobilienfinanzierungen und Bausparprodukte an. Die anderen beiden Bereiche sind kleiner, aber derzeit wachstumsstärker. Financing kommt auf Q1-Erlöse von 21 Mio. Euro und ein EBIT von 2,1 Mio. Euro, Insurance liegt bei ebenfalls 21 Mio. Euro sowie 0,6 Mio. Euro.
Die Konjunkturflaute und der starke Zinsanstieg nach dem Inflationsschub 2022/23 haben Hypoport eine schwierige Phase mit schwankenden Erlösen und Erträgen beschert. 2025 ging es dann aber wieder vorwärts, mit einem Plus bei Umsatz und EBIT von 7 % und 85 %. Dabei hat allerdings die Dynamik der Immobiliensparte im Jahresverlauf deutlich abgenommen. Im ersten Quartal 2026 hat das Abschlussvolumen auf der größten Plattform Europace dann nur stagniert. Trotzdem konnte Hypoport den Rohertrag dank des Wachstums bei kleineren Angeboten um 8 % auf 71 Mio. Euro steigern und das EBIT wegen erfolgreicher Effizienzsteigerungsmaßnahmen bei den Töchtern sogar um 40 % auf 12 Mio. Euro ausweiten. Im Gesamtjahr soll das EBIT von 33 auf 40 bis 55 Mio. Euro steigen – je nachdem, ob der Markt etwas schrumpft oder deutlich wächst...
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