Ende 2021 lag die Aktie des Sportartikelhersteller Puma bei rund 115 Euro. Doch das ist Geschichte: Nach diversen strategischen Fehlern wurde das Management ausgetauscht und auch der Großaktionär ist neu: Im Januar 2026 übernahm der chinesische Sportartikelkonzern Anta Sports den 29-Prozent-Anteil von Pinault. Das Startquartal 2026 war unterdessen noch stark vom Umbau bei Puma unter Neu-CEO Arthur Hoeld geprägt. Der Umsatz sank um über 6 % auf rund 1,9 Mrd. Euro, während das EBIT auf 51,9 Mio. Euro (Q1 2025: 43,4 Mio. Euro) stieg.
Nachdem Hoeld bereits 2025 kräftig bereinigt hat, was zu bereinigen ging, wurde auch 2026 als Übergangsjahr ausgerufen. Der Umsatz soll währungsbereinigt im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich sinken. Beim EBIT wird ein Minus von 50 bis 150 Mio. Euro erwartet – was den EBIT-Anstieg im Q1 wieder etwas relativiert. Das Augenmerk der Marktteilnehmer liegt sowieso schon auf dem Jahr 2027. Da nämlich soll das Unternehmen wieder spürbar wachsen und der operative Turnaround geschafft werden. Der neue Großaktionär Anta könnte dabei zu einem Treiber werden. Der weltweit drittgrößte Sportartikelanbieter plant, nach dem Vorbild von Adidas, den Absatz der Marke Puma in China anzuschieben.
Denn während Adidas durch die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in China den Umsatz steigert, schaut Nike in die Röhre. Das Potenzial ist im Reich der Mitte aber enorm. Anleger werden bei den kommenden Quartalsberichten von Puma daher verstärkt die Entwicklung in China begutachten. Wir rechnen hier aber frühestens im Jahresverlauf 2027 mit nennenswerten Zuwächsen. Die Fantasie hieraus dürfte aber bereits sukzessive eingepreist werden. Fantasie kommt zudem von der anstehenden Fußball-WM: Puma rüstet immerhin elf Nationen aus – darunter Portugal, die Schweiz und Österreich. Besonders die Trikotverkäufe mit dem Namen eines Fanlieblings sind nicht zu unterschätzen – Stichwort: Cristiano Ronaldo...
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