Pyrum hat ein innovatives Verfahren für das Recycling von Altreifen entwickelt und kann diese damit wieder in die Grundbestandteile – Öl, Industrieruß (Carbon Black / CB), Stahl, Textil und Gas zerlegen. Eine erste Industrieanlage läuft bereits, zahlreiche weitere befinden sich in einem fortgeschrittenen Planungsstadium. Noch erreicht die Produktion von CB-Pellets – das wichtigste Erzeugnis des Prozesses – aber nicht das Zielvolumen. Ändert sich das, könnte auch der Aktientrend drehen.
Pyrum leistet Pionierarbeit – denn eine rentable Rückgewinnung der Altreifen-Rohstoffe in gleichbleibend hoher Qualität gibt es so noch nicht. Genau das ist dem Unternehmen mit einem patentgeschützten Reaktorsystem für die Pyrolose gelungen. Allerdings hakt es noch an einer nachgelagerten Stelle, nämlich der Herstellung von CB-Pellets aus dem zurückgewonnenen Industrieruß (rCB). Pyrum hat dafür die weltweit größte rCB-Mahl- und Pelletieranlage installieren lassen, die hat aber noch Kinderkrankheiten: Der Transport vom Mahlen zum Pelltieren ist ein Engpass.
Bis Ende des dritten Quartals sollen die Transportkapazitäten der Anlage verdreifacht werden und dann die Produktion des Zielvolumens von rCB-Pellets ermöglichen. Das ist ein zentraler Treiber für den vom Management anvisierten Anstieg der Erlöse im laufenden Jahr von 4,1 Mio. Euro auf 6,5 bis 9,5 Mio. Euro, dabei wird das EBIT mit voraussichtlich -8,0 bis -10,5 Mio. Euro noch deutlich defizitär bleiben. Das Bild kann sich in den nächsten Jahren mit einer weiteren Expansion aber deutlich ändern. Denn es sind weitere eigene Werke geplant – zunächst ein zweites im Saarland – sowie mehrere Werke mit Partnern, u.a. in Deutschland, Griechenland, Tschechien und Belgien. Zwei davon befinden sich kurz vor dem Baustart. Da Pyrum zentrale Anlagenbausteine liefert und sich zumeist auch beteiligt, profitiert das Unternehmen von den Partnerprojekten gleich mehrfach.
In den nächsten Monaten könnte Pyrum den Grundstein für eine starke Beschleunigung der Geschäftsentwicklung legen...
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