Antimony Resources: Explorationsprogramm ist durchfinanziert - Managementinterview

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Der GBC-Analyst Cosmin Filker hat mit Jim Atkinson, CEO der Antimony Resources Corp., über die Bedeutung und die Marktchancen von Antimon, einem kritischen Mineral, gesprochen.

GBC AG: Im Januar 2025 erwarb Antimony Resources im Rahmen einer Optionsvereinbarung eine 100-prozentige Beteiligung am Projekt Bald Hill. Bei früheren Explorationsarbeiten wurden auf diesem Grundstück potenzielle Antimonvorkommen identifiziert. Was ist Antimon und wozu wird es verwendet?

Jim Atkinson: Wir haben tatsächlich eine Optionsvereinbarung abgeschlossen, um eine 100-prozentige Beteiligung am Grundstück Bald Hill zu erwerben. Seitdem haben wir das ursprüngliche Grundstück um Grundstücke im Westen, Süden und Osten erweitert, die sich zu 100 % in unserem Besitz befinden.

Antimon ist eines der am wenigsten bekannten, aber wichtigsten kritischen Metalle. Auf einigen Listen kritischer Mineralien steht es an zweiter Stelle der Prioritätenliste. Es wird hauptsächlich für militärische Anwendungen wie Munition und Spezialelektronik wie Nachtsichtgeräte verwendet. Es ist auch sehr wichtig als Flammschutzmittel in Kinderbekleidung und -möbeln sowie in Autopolstern.

In Nordamerika gibt es keine kommerzielle Produktion von Antimon und in Europa außerhalb Russlands ist die Produktion begrenzt.

GBC AG: Bislang wurde Antimon hauptsächlich von China und Russland produziert und vermarktet. Welche Rolle spielt diese hohe Konzentration, insbesondere angesichts der strategischen Bedeutung von Antimon?

Jim Atkinson: China produzierte über 75 % des weltweiten Antimonangebots, aber im Dezember 2024 verbot China alle Exporte von Antimon. Der andere große Produzent – Russland – steht unter Sanktionen. Dies macht Antimon zu einem sehr wichtigen geopolitisch kritischen Metall. Die durch Chinas Maßnahmen verursachte Verknappung des Angebots hat zu einem Anstieg des Antimonpreises geführt – auf 60.000 US-Dollar pro Tonne an den Metallbörsen.

GBC AG: Dementsprechend sollten die USA, Kanada und Europa bestrebt sein, den heimischen Antimonabbau und die heimische Antimonproduktion anzukurbeln. Gibt es Bemühungen in dieser Richtung?

Jim Atkinson: In den USA unterstützt die Regierung potenzielle Antimonprojekte mit Zuschüssen und Kreditgarantien, während in Kanada und Europa strategische Metallallianzen und Konsortien gebildet werden. Antimony Resources arbeitet eng mit Regierungsbehörden zusammen, um die Erschließung von Antimonvorkommen in diesem Land zu fördern. Bald Hill würde eine wichtige Rolle in der nordamerikanischen Produktion spielen.

GBC AG: Lassen Sie uns über das Bald Hill-Projekt sprechen. Wie eingangs erwähnt, wurden hier in der Vergangenheit potenzielle Antimonvorkommen identifiziert. Sie haben 2025 selbst ein Bohrprogramm durchgeführt. Wie sehen die Ergebnisse aus?

Jim Atkinson: Das Ergebnis unserer Bohrungen im Jahr 2025, die sich auf über 5.000 Meter beliefen, war die Erweiterung der Antimonlagerstätte und die Bereitstellung von Daten für eine potenzielle Ressourcenschätzung. Diese Informationen wurden für die Erstellung eines technischen Berichts gemäß NI 43-101 verwendet, in dem das Potenzial des Bald Hill-Projekts auf etwa 2,7 Millionen Tonnen mit einem Gehalt zwischen 3 % und 4 % geschätzt wurde.

Wir haben unser Programm um weitere 10.000 Meter Definitionsbohrungen in der Hauptzone erweitert. Dies dürfte ausreichend detailliert sein, um eine erste Ressource für das Projekt Bald Hill zu berechnen.

GBC AG: Sie haben kürzlich über eine mögliche Erweiterung des Projekts Bald Hill berichtet. Zusätzlich zur Hauptzone haben Sie bei Schürfarbeiten in zwei weiteren Zonen antimonhaltiges Stibnit identifiziert. Was bedeutet das für das Projekt?

Jim Atkinson: Wir glauben, dass wir mit der Identifizierung von drei weiteren Zonen mit Antimonmineralisierung nun ein viel größeres Mineralisierungssystem in Bald Hill bestätigt haben. Die neuen Zonen verlaufen entlang des Streichs und parallel zur Hauptzone, die das Ziel unseres derzeit laufenden 10.000 Meter umfassenden Definitionsbohrprogramms ist. Diese Zonen werden die Ziele weiterer Bohrungen sein und haben das Potenzial, die mögliche Ressource durch zusätzliche Mineralisierung zu erweitern. Wir haben durch Schürfungen Mineralisierungen in zwei der neuen Zonen identifiziert. Diese sind mindestens 150 Meter bzw. 100 Meter lang. Die Schürfungen in der dritten Zone werden wir in den nächsten Tagen abschließen.

GBC AG: Welche Bohrprogramme sind für das laufende Jahr geplant, um möglicherweise den Status einer ersten Ressource zu erreichen? Wie sieht der Zeitplan dafür aus?

Jim Atkinson: Derzeit läuft ein 10.000 Meter umfassendes Definitionsbohrprogramm. Bislang wurden etwa 4.000 Meter gebohrt. Die Bohrungen sollten bis April abgeschlossen sein. Die erste Ressource wird folgen, sobald alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, voraussichtlich Anfang Juni.

GBC AG: Im Dezember 2025 sicherte sich Antimony Resources im Rahmen der ersten Tranche einer Finanzierungsrunde etwa 9,5 Millionen CAD. Wie beurteilen Sie die aktuelle Finanzlage, insbesondere im Hinblick auf die geplanten weiteren Explorationsarbeiten?

Jim Atkinson: Das geplante Explorationsprogramm ist mit über 7 Millionen Dollar auf der Bank vollständig finanziert. Es sind ausreichend Mittel vorhanden, um die zusätzlichen Programme zur Ressourcenschätzung, zur Beantragung der Bergbaugenehmigung und zur technischen Lückenanalyse durchzuführen.

GBC AG: Herr Atkinson, vielen Dank für das Gespräch.

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