Desert Gold Ventures Inc.: Flexible und kostengünstige Strategie - Managementinterview

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Die GBC-Analysten Matthias Greiffenberger und Cosmin Filker haben mit Jared Scharf, CEO der Desert Gold Ventures Inc., darüber gesprochen, wie das Unternehmen den aktuellen Goldmarktzyklus nutzen, kurzfristigen Cashflow und langfristiges Wachstum verbinden und sich zu einem führenden Akteur in Westafrika entwickeln will.

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GBC AG: Die PEA (Preliminary Economic Assessment) umfasst nur 10 % der Goldressourcen des SMSZ-Projekts (Senegal Mali Shear Zone). Welche weiteren Möglichkeiten ergeben sich, wenn Sie die restlichen 90 % erschließen? Ist dies erst der Anfang für Desert Gold?

Jared Scharf: Absolut. Das Potenzial liegt nicht nur in den zusätzlichen Millionen Unzen Gold, die noch nicht in der PEA berücksichtigt sind, sondern auch im erheblichen Explorationsspielraum. Von den über 30 bekannten Goldzonen auf unserem Gelände flossen lediglich fünf in die bestehende Ressource von 1,1 Millionen Unzen ein. Unser Ziel ist der Aufbau eines Bergbaucamps mit mehreren Millionen Unzen, das aus mehreren großen Tagebauen besteht und ein oder sogar zwei bedeutende Minenbetriebe auf dem SMSZ-Areal versorgt.

GBC AG: Die PEA weist eine prognostizierte IRR von 34% und einen Nachsteuer-Cashflow von 71 Millionen US-Dollar aus. Welche Hebel sehen Sie, um die Wirtschaftlichkeit noch weiter zu steigern?

Jared Scharf: Die 34% IRR basieren auf einem Goldpreis von 2.500 US-Dollar pro Unze. Bei den aktuellen Preisen liegt die IRR sogar bei über 50%. Mit All-in Sustaining Costs von etwa 1.350 US-Dollar pro Unze haben wir eine enorme Hebelwirkung auf den Goldpreis und erzielen selbst bei deutlichen Preisrückgängen solide Margen. Die kurzfristigste Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, liegt in zusätzlichen Brownfield-Explorationen rund um die Barani-Startergrube. Ich bin überzeugt, dass wir die Oxidressourcen dort in naher Zukunft verdoppeln oder sogar verdreifachen können, mit direktem positiven Einfluss auf die jährliche Goldproduktion und die Lebensdauer der Mine, bevor wir zur Gourbassi-Mine übergehen.

GBC AG: Ihre modulare Verarbeitungsstrategie ist kostengünstig und flexibel. Wie hilft sie Ihnen, schnell auf neue Entdeckungen zu reagieren?

Jared Scharf: Angesichts der zahlreichen Goldzonen auf dem SMSZ-Grundstück bietet uns eine mobile Anlage, die sowohl Oxid- als auch Übergangs- und Frischgestein verarbeiten kann, maximale Flexibilität. So können wir sowohl bestehende Goldzonen als auch neue Entdeckungen schnell in die Produktion einbeziehen.
 

GBC AG: Die Barani East-Genehmigung erlaubt eine Erzverarbeitung von bis zu 36 Kilotonnen pro Monat. Was wäre erforderlich, um die Produktion zu verdoppeln, und wie schnell könnte dies realisiert werden?

Jared Scharf: Laut PEA beträgt die anfängliche Minenlaufzeit 17 Jahre, was für ein vergleichsweise kleines Projekt eher lang ist. Wenn wir zusätzliche Oxidressourcen in der Barani-Region sichern, könnten wir ernsthaft erwägen, die Förderung auf 36.000 Tonnen monatlich zu steigern. Das würde zwar die Minenlaufzeit etwas verkürzen, aber den Cashflow deutlich früher erhöhen, was sich positiv auf Nettobarwert, Amortisationszeit und interne Verzinsung auswirken würde. Mehr Cashflow früher im Projekt ist fast immer die bessere Wahl.
 
GBC AG: Wie beurteilen Sie den aktuellen globalen Goldmarkt und wo sehen Sie uns im allgemeinen Goldzyklus? Was bedeutet das für ein Unternehmen wie Desert Gold?

Jared Scharf: Ich gehe davon aus, dass die USA in eine Phase geldpolitischer Lockerung eintreten und die Zinsen sinken werden. Das ist ein klassischer Rückenwind für Gold. Kurzfristig könnte es zwar etwas Gegenwind geben, doch mittelfristig bis langfristig war ich selten so optimistisch. Ich erwarte steigende Preise in den kommenden Jahren. Bei Goldaktien haben die großen Produzenten bereits deutliche Bewertungsgewinne erzielt, und auch einige Entwickler und Juniorwerte haben sich gut entwickelt. Trotzdem liegen die Bewertungen, vor allem im Juniorsegment, im historischen Vergleich noch immer sehr niedrig. Wir stehen meiner Meinung nach erst am Anfang eines zyklischen Bullenmarktes für Goldaktien.
 
GBC AG: Wie bringt Desert Gold die kurzfristigen Produktionsziele mit dem langfristigen Wachstumspotenzial Ihrer Projekte in Mali und Côte d'Ivoire in Einklang?

Jared Scharf: Diese Initiativen schließen sich nicht gegenseitig aus. Sie ergänzen sich vielmehr. Der Explorationserfolg im SMSZ-Projekt wird unseren Abbauplan aus den bereits genannten Gründen direkt verbessern. Gleichzeitig bietet die Diversifizierung unseres Rechtsrahmenrisikos in die Elfenbeinküste unseren Aktionären sowohl Sicherheit als auch zusätzliches Wachstumspotenzial.
 
GBC AG: Wie sieht Ihre Vision für Desert Gold in den nächsten drei bis fünf Jahren aus und wie wird sich das Unternehmen Ihrer Meinung nach in der westafrikanischen Bergbaulandschaft entwickeln?

Jared Scharf: In drei bis fünf Jahren stelle ich mir vor, dass das SMSZ-Projekt Gold aus zwei oder mehr Tagebaustätten fördert und mehrere Bohrgeräte kontinuierlich im Einsatz sind, um die nahe gelegenen Goldzonen zu erweitern. Ich hoffe, dass wir, sobald wir einmal angefangen haben, einfach nicht mehr aufhören werden. In der Elfenbeinküste planen wir, unmittelbar nach der diesjährigen Regenzeit mit der Exploration zu beginnen, mit einem ersten Bohrprogramm in unserem Tiegba-Projekt. Das Ziel dort ist eine bedeutende Entdeckung.
 
GBC AG: Vielen Dank, Herr Scharf, für Ihre Einblicke. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen.

Jared Scharf: Vielen Dank. Es war mir eine Freude.

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