Mit Bekanntgabe der System-Partnerschaft mit VINCORION ging es für die Aktie des Druck- und Verpackungsspezialisten Heidelberger Druckmaschinen sprunghaft aufwärts. Denn durch diese Partnerschaft positioniert sich das Unternehmen erstmals mit einem konkreten Projekt im Verteidigungssektor.
Auch beim Zahlenwerk zum Q1 des Geschäftsjahres 2025/26 ging es voran: Der Umsatz stieg deutlich um fast 16 Prozent auf 466 Mio. Euro und profitierte von der Abarbeitung des hohen Auftragsbestands aus dem Vorjahr. Das EBIT drehte mit 2 Mio. Euro (Q1 2024/25: -28 Mio. Euro) ins Plus. Unterm Strich stand noch ein Minus beim Nachsteuergewinn von 11 Mio. Euro. Das war allerdings eine kräftige Verbesserung zum Vorjahresquartal (-42 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr bestätigte das Management die Prognose: Demnach soll der Umsatz auf rund 2,35 Mrd. Euro (GJ 2024/25: 2,28 Mrd. Euro) steigen und die bereinigte EBITDA-Marge bis zu 8 Prozent (GJ 2024/25: 7,1 Prozent) betragen.
Zuletzt ging es für die Aktie dennoch etwas abwärts. Nach dem Kurssprung stellt sich Investoren die Frage, ob das Unternehmen die bereits gut eingepreiste Fantasie durch die Partnerschaft im Verteidigungssektor auch mit Fundamentaldaten unterfüttern kann. Hierüber – und über die operative Entwicklung der klassischen Sparten – dürften dann die kommenden Finanzberichte Auskunft geben. Am 12. November steht die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2025/26 an.
Vom Hoch bei über 2,40 Euro hat die Aktie mittlerweile wieder um rund 20 Prozent nach unten korrigiert. Eine erste Unterstützung bietet der Bereich bei gut 2,00 Euro. Hält dieser nicht, wäre die nächste Unterstützung wiederum im Bereich um 1,85 bis 1,90 Euro zu finden. Fundamental bleibt der Schritt in den Verteidigungssektor angesichts der Bedrohungslage aber weiter sehr potenzialträchtig. Davon sollte die Aktie nach der Kursberuhigung wieder profitieren können.
Heidelberger Druckmaschinen: Wichtiger Schritt
Veröffentlicht am 20.10.2025
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