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PNE Wind: Übertriebene Panik

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Die Aktie von PNE Wind hat gestern ein kleines Desaster erlebt, nachdem in den Verhandlungen zur Bildung einer Großen Koalition beschlossen wurde, dass es deutliche Einschnitte bei der Förderung der Windenergie in Deutschland geben soll. Damit scheint das lange befürchtete politische Risiko einzutreten, doch die Beschlüsse sind weniger schlimm, als sie klingen.

Die künftige Regierung will die Förderung für Onshore-Windenergie deutlich reduzieren, der Ausbau auf See soll zudem bis 2020 nur auf 6,5 GW steigen, statt bislang kommunizierter 10 GW. Das klingt nach einer satten Bremsung, die Aktien aus dem Sektor - auch PNE Wind - gestern auf Talfahrt schickte.

Mal abgesehen davon, dass solchen Plänen noch lange keine gleichlautenden Beschlüsse folgen müssen - denn der Teufel liegt im Detail und in den Verhandlungen mit den Bundesländern -, scheint der Kurssturz vor allem im Fall von PNE Wind übertrieben. So hat wegen dem etwas schleppenden Ausbau auf See (da es vielfach Probleme mit dem Netzanschluss gab) die 10 GW-Marke ohnehin kaum noch jemand für erreichbar gehalten, die Reduktion ist daher eine Anpassung an die Realitäten. Die 6,5 GW dürfte aber nur ohne eine deutliche Kürzung der Vergütung für Offshorestrom erreichbar sein, insofern kann das fast als Bekräftigung der Expansion in diesem Bereich gewertet werden.

PNE Wind
PNE Wind Chart
Kursanbieter: L&S RT

Etwas anders sieht es Onshore aus, der Ausbau hier wird definitiv leiden. Die Frage ist aber, ab wann. Bislang ist im Gespräch, die Tarife erst ab 2015 zu senken, ab 2018 soll dann eine neue Regelung ohne Einspeisevergütung in Kraft treten. Das würde den Anbietern Zeit geben, sich an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen.

PNE Wind sieht sich daher weiter in der Lage, die Prognose für 2013, die ein EBIT von mindestens 50 Mio. Euro im vierten Quartal impliziert - resultierend aus Meilensteinzahlungen im Offshoregeschäft, wenn Partner DONG Energy die Investmentdecision für von PNE erworbene Projekte fällt -, zu erfüllen. Auch die Erwartung eines operativen Gewinns von 60 bis 72 Mio. Euro in den nächsten beiden Jahren wird aufrecht erhalten. Behält das Management recht, dürfte sich der gestrige Absturz als einmalige Kaufgelegenheit entpuppen.

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