PUMA hat Ende vergangener Woche seine Jahresprognose deutlich nach unten korrigiert und erstmals seit Jahren einen operativen Verlust angekündigt. Das sorgte dafür, dass die Aktie um über 15 Prozent absackte. Allerdings zeigt sich das Bild zum neuen Wochenbeginn dann doch etwas aufgehellt.
Im Detail: Die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal 2025 zeigten die Schwierigkeiten des Unternehmens: Der Umsatz sank währungsbereinigt um 2 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Besonders belastend waren die Rückgänge in den Kernmärkten Nordamerika mit minus 9,1 Prozent und Europa mit einem Rückgang um 3,9 Prozent. Vor Zinsen und Steuern entstand ein Verlust von 13,2 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr 2025 erwartet PUMA nun einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, nachdem zuvor ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich geplant war. Zusätzlich belastet die US-Zollpolitik das Betriebsergebnis mit voraussichtlich 80 Millionen Euro. Ob sich aus der am Wochenende ergebenen Einigung zwischen den USA und der EU zu den zukünftigen Zoll-Tarifen womöglich eine verbesserte Perspektive ergeben könnte, war bislang noch nicht bekannt.
Die Analystenreaktionen fielen angesichts der Zahlen überwiegend negativ aus. UBS bestätigte das "Sell"-Rating mit einem Kursziel von 19,10 Euro. Die DZ Bank stufte von "Halten" auf "Verkaufen" herab und senkte das Kursziel von 22 auf 18 Euro. JPMorgan reduzierte das Kursziel von 26 auf 21 Euro bei neutraler Einschätzung. Gegen den Trend halten Deutsche Bank Research (Kursziel 34 Euro) und Warburg Research (60 Euro) an ihren Kaufempfehlungen fest. Sie bewerten positiv, dass der neue CEO Arthur Hoeld, seit Juli im Amt, klare Verhältnisse schafft.
Hoeld kündigte für 2025 einen "Reset" und für 2026 ein Übergangsjahr an. Bis Ende Oktober will er eine neue Strategie vorlegen. Als Sofortmaßnahme kürzt PUMA die Investitionen um 50 Millionen auf 250 Millionen Euro und setzt das laufende Restrukturierungsprogramm fort. Ob das hilfreich ist, um den Aktienkurs zumindest zu stabilisieren, bleibt abzuwarten. Tatsache bleibt aber, dass Puma zumindest an der Börse weiterhin gegenüber der direkten Konkurrenz von Adidas und Nike stark underperformt. (aktien-globlal.de, 28.7.25, 17:57, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)
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