Unicredit Kolumne

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Der Stahlriese kämpft sich zurück

27.10.2015

ThyssenKrupp scheint das Schlimmste u?berstanden zu haben. EU-Vorgaben und die billige Konkurrenz aus China setzen die Essener dennoch unter Druck. Vor diesem Hintergrund kann eine HVB Crelino Anleihe eine interessante Alternative zu einem Aktienprodukt sein.

onemarkets MagazinEr ist der gro?ßte Hochofen Europas: Schwelgen 2. Ta?glich verschwinden 25 Gu?terzu?ge à 20 Waggons mit Erz, Sinter, Kohle und Koks im 2.000 Grad heißen Hochofen in Duisburg-Schwelgen und verschmelzen zu 12.000 Tonnen Rohstahl. Pro Jahr produziert ThyssenKrupp u?ber 12 Millionen Tonnen und za?hlt damit zu den 15 gro?ßten Stahlkonzernen der Welt. Mehr als 200 Jahre ist der Traditionskonzern in diesem Gescha?ft ta?tig. In den zuru?ckliegenden Jahren geriet er allerdings geho?rig ins Wanken. Die steigenden Stahlexporte aus China und ho?here Klimaschutzauflagen in Europa setzen der hiesigen Stahlbranche zu. Neben schwieriger werdenden Wettbewerbsbedingungen sorgte aber auch die u?ber Jahre verfolgte Expansionsstrategie in Nord- und Su?damerika fu?r enorme Probleme. Seit Anfang 2011 leitet nun Heinrich Hiesinger den Industriekonzern. Er beno?tigte rund drei Jahre, um den Stahlriesen aus der Krise zu fu?hren. Die zuru?ckliegenden Quartalszahlen stimmen zuversichtlich, dass Hiesinger das operative Ergebnis weiter verbessern konnte.

Restrukturierung geht weiter

Stahlriese2Vor allem die Kostensenkungsmaßnahmen und der Verkauf einiger Sparten zeigen Wirkung. „U?ber den Berg ist der Konzern allerdings noch nicht“, erkla?rte Hiesinger ku?rzlich selbst. Nach der Trendumkehr beim operativen Ergebnis muss er nun zusehen, dass beim Cashflow ebenfalls die Wende erreicht und die Verschuldung weiter gesenkt wird. Sparpotenzial scheint vorhanden zu sein. Im Bereich Komponententechnologie entwickelt ThyssenKrupp unter anderem Bauteile wie Nockenwellen fu?r die Automobilindustrie. Hier lag die EBIT-Marge zuletzt bei 4,7 Prozent. Im Material-Service-Bereich sind der Handel von Werk- und Rohstoffen sowie technische und infrastrukturelle Dienstleistungen gebu?ndelt. Hier bela?uft sich die EBIT-Marge auf nur 1,3 Prozent. Die Gescha?ftsbereiche Steel Europe und Steel Americas sind zwar auf dem Weg der Besserung. Das europa?ische Stahlgescha?ft ko?nnte das Ergebnis im gerade abgelaufenen Gescha?ftsjahr mehr als verdoppelt und die amerikanische Stahlsparte erstmals einen ausgeglichenen Cashflow erwirtschaftet haben. Dennoch ist ju?ngsten Meldungen zufolge ein weiteres Sparprogramm u?ber 100 Millionen Euro pro Jahr aufgelegt worden und die Zukunft des lange Zeit zum Verkauf stehenden brasilianischen Werks ist offen. Der Bereich Industrielo?sungen mit Spezial- und Großanlagenbau sowie Schiffsbaugescha?ft erzielte zwar zuletzt eine gute EBIT-Marge. Der Auftragseingang in den ersten drei Quartalen sank jedoch um mehr als 20 Prozent gegenu?ber dem Vorjahreszeitraum. Die Aufzugssparte konnte zuletzt mit einer hohen Rentabilita?t gla?nzen. Einige Analysten verweisen jedoch darauf, dass rund 16 Prozent der Umsa?tze in diesem Sektor aus China kommen. Ein nachlassendes Wachstum im Reich der Mitte ko?nnte die Sparte wieder unter Druck setzen. Fu?r Hiesinger bleibt also noch viel zu tun. Dementsprechend zeigen sich Analysten derzeit auch sehr gespalten in ihrer Einscha?tzung.

Anleihe statt Aktie?

Die anhaltende Restrukturierung bietet Anlegern jedoch auch eine interessante Investmentmo?glichkeit in Form einer HVB 3,00 % Crelino Anleihe (ISIN DE000HV5LZM3), bezogen auf ThyssenKrupp. Dieser Anleihe liegt nicht wie den meisten strukturierten Produkten die Aktie des Industriekonzerns zugrunde. Vielmehr ist bei der Crelino-Anleihe die Kreditwu?rdigkeit des Unternehmens entscheidend. Genau genommen gilt: Investoren bekommen an den festgelegten Zinszahlungstagen einen Zins von 3,00 Prozent p. a., bezogen auf den Nennbetrag, ausbezahlt. Einzige Voraussetzung dafu?r: Wa?hrend der Laufzeit tritt bei ThyssenKrupp kein Kreditereignis ein. Hierzu za?hlen unter anderem jede Form von Insolvenz-, Konkurs-, Liquidations- oder Vergleichsverfahren sowie Nichtzahlung oder Restrukturierung von Verbindlichkeiten. Sollte es wa?hrend der Laufzeit allerdings zu einem Kreditereignis kommen, werden die weiteren Zinszahlungen eingestellt. Die Ru?ckzahlung erfolgt in diesem Fall zum Kreditereignis-Ru?ckzahlungsbetrag. Dieser kann deutlich unter dem urspru?nglichen Nennbetrag von 100 Euro je Anleihe liegen. Im ungu?nstigsten Fall kommt es zum Totalverlust.

Hinweis: Die Crelino-Anleihe ist eine Schuldverschreibung der UniCredit Bank AG. Bei Insolvenz, also Zahlungsunfa?higkeit oder U?berschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.

HVB 3,00 % CRELINO ANLEIHE
Basiswert Kreditwu?rdigkeit der ThyssenKrupp AG
ISIN/WKN DE000HV5LZM3/HV5LZM
Nennbetrag EUR 100,-
Emissionstag 17.11.2015
Rückzahlungstermin 20.01.2021
Zinssatz p.a. 3,00 % *
Emissionspreis 101,50 % *
Zeichnungsfrist bis 13.11.2015 (14:00) **
* inklusive eines Ausgabeaufschlags von 1,50 %
** vorbehaltlich einer vorzeitigen Schließung
Stand: 19.10.2015
Funktionsweise des Produkts finden Sie hier
Weitere Informationen unter: onemarkets.de/HV5LZM

Bildnachweis:

  • iStock

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag Der Stahlriese kämpft sich zurück erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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