Unicredit Kolumne

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K+S – Viele belastende Faktoren

02.12.2015

Hallo liebe Blog-Leser,

zuletzt wurde das Papier des Kali- und Salz-Produzenten K+S sehr stark von Übernahmegerüchten getrieben und stieg zeitweise um einen zweistelligen Prozentbereich an. Anschließend fielen die Notierungen wieder deutlich zurück, als die Übernahmephantasie ein Ende gefunden hat. Doch nun tut sich ein weitaus größeres Problem für das Unternehmen auf!

Dem Salzförderer drohen nämlich weitere Produktionseinbußen, nachdem in der Nacht zum Dienstag begonnen wurde am hessischen Standort Hattorf die Produktion herunterzufahren. Jetzt könnte gegen Ende dieser Woche sogar dem benachbarten Unterbreizbach in Thüringen ein Stopp drohen. Bereits 1.300 Mittarbeiter pausieren schon, und weiteren 450 Angestellten droht das gleiche Schicksal, wenn das DAX®-Unternehmen für die zum 1. Dezember abgelaufene Behördengenehmigung für die Entsorgung der bei der Produktion anfallenden Salzabwässer in den Erdboden keine Verlängerung erhält.

Die Übergangslösung sieht eine Entsorgung der Salzlauge über den Fluss Werra vor. Dieser kann aber nicht unbegrenzt Abwässer aufnehmen – deswegen auch der Produktionsstopp in Hattorf. Eine Stilllegung wegen fehlender Behördengenehmigung sei ein bislang einmaliger Vorgang für den DAX®-Konzern, erklärte K+S-Sprecher Michael Wudoning der Deutschen Presseagentur am Dienstag. K+S hofft bis Weihnachten auf eine Übergangsgenehmigung zum Versenken der Salzlauge im Erdreich, das zuständige Regierungspräsidium Kassel prüft derweil eine zeitlich begrenzte Erlaubnis. Wie hoch aber der bereits entstandene wirtschaftliche Schaden für den Salzproduzenten ist, lässt sich noch nicht beziffern, dürfte sich jedoch maßgeblich auf die Gewinne des Unternehmens auswirken. Denn im Werk Werra – zudem die beiden Standorte Hattorf und Unterbreizbach zählen – werden gut 45 Prozent der Kali- und Magnesiumprodukte des K+S-Geschäfts hergestellt.

Banken senken bereits Ziele für das Wertpapier

Der ohnehin stark angeschlagene Kursverlauf der Aktie offenbart mit den Verlusten zu Beginn dieser Woche einen weiteren Abverkauf, nachdem das Papier in diesem Jahr zwischenzeitlich auf ein Hoch bei 40, 28 Euro klettern konnte. Zwar bewegt sich die Aktie von K+S noch ganz knapp am unteren Ende des aktuellen Aufwärtstrends seit Mitte 2013, ist jedoch von einem Bruch nicht weit entfernt und könnte hierdurch sogar ein mittelfristiges Verkaufssignal auslösen. Dieses dürfte mit dem Bruch der Kursmarke von 22,50 Euro aktiviert werden und zunächst in den Bereich von rund 20,00 Euro abwärts führen. Darunter wäre sogar ein Test der Jahrestiefs aus 2014 bei 19,12 Euro denkbar, wodurch ein Test der Vorjahrestiefs aus 2013 bei 15,02 Euro nicht ausgeschlossen werden kann.

Auf der Oberseite müsste auf aktuellem Kursniveau eine sofortige Stabilisierung einsetzen, sodass die Aktie von K+S nach oben hin abdrehen kann. Aber erst ein nachhaltiger Kursanstieg über die gleitenden Durchschnitte, sowie den Widerstandsbereich um 30,00 Euro dürfte das angeschlagene Chartbild deutlich aufhellen und für kurzfristige Gewinne bis 35,00 Euro sorgen können. Darüber wäre sogar ein Kursanstieg bis in den Bereich von 40,28 Euro und somit zu den aktuellen Jahreshochs denkbar. Solange der Salzproduzent von dem hessischen Regierungspräsidium Kassel keine vorläufige Genehmigung zur Entsorgung der Salzlauge im Erdreich erhalten hat, droht eine Ausweitung des Produktionsstopps und damit verbundene Gewinneinbußen.

  • Widerstände: 27,20; 27,99; 28,77; 30,00; 30,54; 31,00 Euro
  • Unterstützungen: 23,90; 23,00; 22,54; 20,00; 19,12; 17,55 Euro

 

K+S in EUR im Tageschart: 1 Kerze = 1 Tag (log. Kerzenchartdarstellung)

02122015_K+S_TAG

Betrachtungszeitraum: 12.05.2015 – 02.12.2015. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

K+S in EUR im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)

02122015_K+S_WO

Betrachtungszeitraum: 13.12.2010 – 02.12.2015. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

 

Investmentmöglichkeiten

Turbo-Open End Bull auf K+S für eine Spekulation auf einen Anstieg der Aktie

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Basispreis in EUR Hebel finaler Bewertungstag
K+S HY5ZTU 0,49 19,752164 5,11 Open End
K+S HY6XMT 0,25 22,186451 9,79 Open End
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 02.12.2015; 13:30 Uhr

Turbo-Open End Bear auf K+S für eine Spekulation auf einen Kursverlust der Aktie

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Basispreis in EUR Hebel finaler Bewertungstag
K+S HU1M3A 0,45 28,859034 5,45 Open End
K+S HU2CXA 0,36 27,995182 6,63 Open End
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 02.12.2015; 13:30 Uhr

Weitere Produkte auf K+S und andere Basiswerte finden Sie unter: www.onemarkets.de

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

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Der Beitrag K+S – Viele belastende Faktoren erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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