Unicredit Kolumne

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ThyssenKrupp – EU soll jetzt eingreifen

26.05.2016

Hallo liebe Blog-Leser,

europäische Stahlkocher leiden weiter unter dem Preisdumping Chinas in der Stahlindustrie, welche ihre Produkte unter Preis auf den Markt wirft. Nun soll endlich eine Lösung auf höchster europäischer Ebene für die Billigimporte aus China gefunden werden – China droht hingegen mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die Europäer.

Auch wenn der Wunsch der Europäer sich stärker gegen Billigimporte aus China zu schützen sehr groß ist, kann die Europäische Union nicht ohne weiteres Einfuhrzölle erheben, ohne ihre eigenen Absatzmärkte im großen Reich der Mitte zu gefährden. China bemüht sich derzeit um die Gewährung des Marktwirtschaftsstatus über das Jahr 2016 hinaus, was das Land vor teuren Anti-Dumping-Klagen schützen würde. Doch die Europäer möchten ihr Versprechen nicht erfüllen, solange kein Kompromiss über weitere Schutzmechanismen gefunden wurde. Die chinesische Antwort hierauf sieht Vergeltungsmaßnahmen vor – auch gegen die deutsche Wirtschaft und ihre Autobauer. Der Streit um das Dumping und die europäische Weigerung, China den Marktwirtschaftsstatus zu gewähren, droht daher zu einem größeren Handelskonflikt zu eskalieren.

Die Marktreaktionen bei Stahlkochern fallen aber tendenziell positiv aus, was die Aktie von ThyssenKrupp im heutigen Handel deutlich zulegen lässt. Obwohl die Papiere von derartigen Unternehmen nicht gerade die Glanzstücke unter den Anlageklassen darstellen, kann auf einem gewissen Unterstützungsniveau seit einigen Jahren aufgebaut werden. In der ThyssenKrupp-Aktie ist das Niveau etwa um 11,50 Euro zu finden, von wo aus das Wertpapier in den vergangenen Jahren immer wieder nach oben hin abdrehen konnte – übergeordnet steckt der Wert allerdings seit Mitte 2008 in einem langfristigen Abwärtstrend fest. Nichtsdestotrotz lässt sich auf kurzfristiger Basis eine deutliche Erholungsbewegung der Aktie verzeichnen, was an die obere Begrenzung aufwärts führen könnte und hierdurch gewisses Kurspotential in dem Wertpapier vorhanden ist.

Tausende Arbeitsplätze sind schon verloren gegangen

Nach dem letzten Test der markanten Unterstützung um knapp 11,50 Euro Anfang Februar dieses Jahres ist wieder eine deutliche Erholungsbewegung der ThyssenKrupp-Aktie zu verzeichnen, die auf ein Zwischenhoch von 21,92 Euro aufwärts geführt hat. Nach einem zwischengeschalteten Rücksetzer in den vergangenen Handelswochen drehte sich das Chartbild zuletzt wieder, sodass zu Beginn dieser Handelswoche deutlich anziehende Kursnotierungen zu verzeichnen sind. Diese könnte nun an die aktuellen Jahreshochs um 26,43 Euro aufwärts reichen, wodurch auch der langfristige Abwärtstrend einer ausgiebigen Überprüfung unterzogen werden sollte. Wie standhaft sich die Hürde schlussendlich zeigen wird, klärt sich erst noch in den nächsten Wochen – kurzfristig aber überwiegen Aufwärtschancen und die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Streit über die Stahl-Importe.

Auf der Gegenseite kann das jüngste Zwischentief bei 17,31 Euro als vorsichtige Triggermarke für einen Sell-Off auf 14,93 Euro herangezogen werden. Darunter drohen aber definitiv Rücksetzer an die Jahrestiefs aus 2016 bei 12,56 Euro. In diesem Fall wäre es zu einem erneuten Test der übergeordneten Horizontalunterstützung um 11,50 Euro auch nicht mehr weit und sollte entsprechend von Marktteilnehmern bei fallenden Kursnotierungen der ThyssenKrupp-Aktie berücksichtigt werden. Eine mehrjährige Eintrübung des Chartverlaufs dürfte sich hingegen erst unterhalb der Horizontalunterstützung von 11,50 Euro ergeben.

  • Widerstände: 18,55; 17,89; 17,31; 16,12; 15,00; 14,40 Euro
  • Unterstützungen: 19,75; 20,49; 21,92; 23,29; 25,00; 26,43 Euro

 

ThyssenKrupp in EUR im Tageschart: 1 Kerze = 1 Tag (log. Kerzenchartdarstellung)

26052016_Thyssen_TAG

Betrachtungszeitraum: 01.09.2015 – 26.05.2016. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar.
Quelle: tradingdesk.onemarkets.de/underlying/DE0007500001

ThyssenKrupp in EUR im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)

26052016_Thyssen_WO

Betrachtungszeitraum: 23.05.2011 – 26.05.2016. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar.
Quelle: tradingdesk.onemarkets.de/underlying/DE0007500001

 

Investmentmöglichkeiten

Turbo Bull – Open End auf ThyssenKrupp für eine Spekulation auf einen Anstieg der Aktie

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Basispreis in EUR finaler Bewertungstag Hebel
ThyssenKrupp
HU3USL 4,24 15,598367 Open End 4,75
ThyssenKrupp HU341G 2,79 17,069531 Open End
7,23
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 26.05.2016; 12:00 Uhr

Turbo Bear – Open End auf ThyssenKrupp für eine Spekulation auf einen Kursverlust der Aktie

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Basispreis in EUR finaler Bewertungstag Hebel
ThyssenKrupp HU4P0M 1,81 21,454693 Open End 10,88
ThyssenKrupp HU4P0N  1,30 20,955748 Open End 15,00
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 26.05.2016; 12:00 Uhr

Weitere Produkte auf ThyssenKrupp und andere Basiswerte finden Sie unter: www.onemarkets.de

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

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Der Beitrag ThyssenKrupp – EU soll jetzt eingreifen erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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