Unicredit Kolumne

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BMW setzt auf Luxus, BRIKT und Vision Next-100!

16.06.2016

Hallo liebe Blog-Leser,

am 7. März feierte der Autobauer seinen 100. Geburtstag. Der damals gestartete Partymarathon wird mit zahlreichen Events rund um den Globus ca. ein halbes Jahr dauern. Nachdem der Münchener Automobilkonzern 2015 nicht nur einen Rekordumsatz und ein -ergebnis sondern erneut Platz eins unter den Premiumherstellern einfuhr, schien nichts gegen ausgiebige Feierlichkeiten zu sprechen. Die Anleger lassen sich bisher jedoch nicht so recht von den Partylaune anstecken. Im Gegenteil. Seit April 2015 hat die Aktie über 40 Prozent verloren. Kurzfristig ist auch noch kein Ende der Schwäche in Sicht. Mittelfristig sieht ein großer Teil der Analysten nach Angaben von Thomson Reuters die Aktie durchaus als haltenswert.

Wachstumschancen in der Luxusklasse und BRIKT

Per Ende Mai 2016 fährt die BMW Group gemeinsam mit Mini und Rolls-Royce weiterhin vor Mercedes/Smart und Audi. Der Turbo für BMW waren in den zurückliegenden Jahren vor allem China und die USA. Inzwischen fährt jedes fünfte von BMW produzierte Fahrzeug auf Chinas Straßen. Damit ist China nun genauso wichtig wie die USA. In den zurückliegenden Monaten ging das Wachstum zwar deutlich zurück und in den USA schrumpfte der BMW-Absatz sogar. Dafür entpuppt sich Europa als Wachstumsmarkt für BMW.

Während Krüger weiterhin vom überdurchschnittlichen Wachstum in China überzeugt ist, macht er mit den BRIKT-Staaten Brasilien, Russland, Indien, Südkorea und Türkei neue Wachstumschancen aus. Nach eigenen Angaben könnte der Markt für Premiumfahrzeuge in diesen Ländern bis 2020 um 44 Prozent gegenüber 2014 zulegen. BMW merkt, dass Daimler mit einer Vielzahl neuer Modelle zuletzt kräftig aufholt hat. Damit BMW von den Stuttgartern nicht überholt wird, wird Krüger im Oktober 2016 seine künftige Strategie präsentieren. Eines wurde jedoch jetzt schon bekannt. “BMW plant neue Luxusmodelle”, titelt das Handelsblatt kürzlich. Während die Schwaben 2015 rund 125.000 S-Klassen verkauften, waren es beim Oberklassen-Modell von BMW, dem neu eingeführten 7er, gerade einmal 36.364. In diesem Jahr dürften es allenfalls 60.000 Fahrzeuge sein. In der Luxusklasse sind die Gewinnmargen überdurchschnittlich hoch. Über 40 Prozent des Umsatzes fährt BMW allerdings mit der 3er und der 5er Reihe ein. Um den Umsatz dort am Laufen zu halten, müssen regelmäßig überarbeitete Modelle auf den Markt gebracht werden. Im vergangenen Jahr gab es beim 3er nur ein Facelift. Der Erlkönig für die komplett überarbeitete Version fährt schon, kommt jedoch erst 2018. Beim 5er zeigte sich 2015 bereits ein Absatzrückgang. Der neue 5er ist für Ende dieses Jahres vorgesehen. Mehr als ein Viertel der ausgelieferten Modelle sind SUVs. Auch hier halten die Münchener in den kommenden Monaten eine Reihe von neuen Modellen parat. Ob es reicht, um Daimler und Audi auch 2016 auf die Plätze zu verweisen, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Vision – Next 100

Dass BMW in diesem Jahr einen Gang zurückschalten würde, ist hinlänglich bekannt. Schließlich investiert der Autobauer verstärkt in das Vision Next 100-Konzept. Dabei geht es einem Beitrag in der Autobild zufolge unter anderem um autonomes Fahren, Emissionsfreiheit sowie die Optimierung und Anpassung des Innenraums. Damit will BMW Konkurrenten wie Tesla, Google und Apple nachhaltig Paroli bieten. Erste Erfolge kann BMW jedoch schon verbuchen, denn der Absatz der E-Modelle i3 und i8 stieg im Jahr 2015 um rund zwei Drittel auf 29.500 Fahrzeuge. „Ich habe immer betont: Elektromobilität ist ein Marathon und kein Sprint“, erklärte Konzernlenker Harald Krüger auf der Hauptversammlung im Mai. Bis dieser Sektor einen entscheidenden Beitrag zum Gewinn beisteuert, wird es jedoch noch ein paar Jahre dauern. Weltweit verkaufte BMW mit den drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce jedoch 2,25 Mio. Fahrzeuge.

Beim Thema „autonomes Fahren“ fährt BMW der Konkurrenz derzeit zwar noch hinterher. Nach Aussagen von Krüger soll jedoch bis 2021 das selbstlenkende Fahrzeug mit dem Codenamen iNext vorgestellt werden. Grundlage dazu ist unter anderem der gemeinsam mit Audi und Daimler im vergangenen Jahr gekaufte Kartendienst „Here“. Mit iNext soll der Fahrer im Stau, bis Stop-and-go-Verkehr oder auf der Autobahn das Steuer an einen Computer übergeben. In einem weiteren Schritt bekommt der Fahrer die Ideallinie und optimale Geschwindigkeit angezeigt und auf der Windschutzscheibe erscheint ein digitales Bild der Umgebung, das auch im Nebel die Straße zeigt und vor Hindernissen warnt. Bis „Vision – Next 100“ rentabel ist werden noch einige Jahre vergehen und hohe Investitionen erforderlich sein. Der Trend zum Elektroauto und „autonomen Fahren“ ist jedoch nicht mehr aufzuhalten.

Mit dem Kurssturz der vergangenen Wochen wird die Aktie des Premiumherstellers nun mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,1 und einer Dividendenrendite von 4,95 Prozent (Quelle: Thomson Reuters) bewertet. Zwar signalisieren die Zahlen für das erste Quartal einen Rückgang der Gewinnmargen im laufenden Geschäftsjahr. Dies ist in erster Linie auf die Erhöhung der Investitionen zurückzuführen. Gemessen am KGV und der Dividendenrendite ist das Papier jedoch deutlich günstiger bewertet als Massenhersteller wie Renault oder Peugeot.

BMW

  • Widerstände: 70,00/83,00 EUR
  • Unterstützung: 56,10/64,70/66,95 EUR

Die Aktie von BMW bildet seit Ende März 2015 einen Abwärtstrend. Die Unterstützung bei EUR 70 wurde inzwischen unterschritten. Nun blicken die Chartanalysten auf das Februartief bei EUR 66,95. Wird die Marke ebenfalls unterschritten droht aus technischer Sicht eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis EUR 64,70. Gelingt ein Rebound über EUR 70 eröffnet sich weiteres Potenzial bis EUR 83.

Hilfe zur Bestimmung des Chance-Risiko-Verhältnisses des Trades und zur Suche des individuell passenden Produkts bietet ihnen das CRV-Trading-Tool auf dem onemarkets tradingdesk.

BMW in EUR im Tageschart: 1 Kerze = 1 Tag (log. Kerzenchartdarstellung)

20160616_BMW_short

Betrachtungszeitraum: 24.07.2015 – 16.06.2016. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

BMW in EUR im Wochenchart: 1 Kerze = 1 Woche (log. Kerzenchartdarstellung)

20160616_BMW_long

Betrachtungszeitraum: 17.06.2011 – 16.06.2016. Historische Betrachtungen stellen keine verläßlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Investmentmöglichkeiten

Bonus Cap auf BMW für eine Spekulation auf einen leichten Anstieg der Aktie

Basiswert WKN Verkaufspreis in EUR Bonuslevel/Cap in EUR Barriere in EUR letzter Bewertungstag
BMW HU3RW3 65,55 70,00 25,9 21.09.2016
BMW HU3RWU 76,76 80,00 44,00 21.09.2016
 Quelle: HypoVereinsbank onemarkets; Stand: 16.06.2016; 9:35 Uhr

Weitere Produkte auf BMW und andere Basiswerte finden Sie unter: www.onemarkets.de

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag BMW setzt auf Luxus, BRIKT und Vision Next-100! erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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