Unicredit Kolumne

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Punkten mit Discount-Strategien

29.06.2016

Discount-Zertifikate gehören zu den Klassikern unter den strukturierten Produkten. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass sich je nach Anlageziel verschiedene Strategien verfolgen lassen.

onemarkets MagazinDiscount-Zertifikate ermöglichen es Anlegern, mit einem Rabatt in einen bestimmten Basiswert einzusteigen. Der Basiswert ist der Bezugswert, der dem Zertifikat zugrunde liegt. Außerdem bietet diese Zertifikate-Gattung die Chance, auch bei stagnierenden oder sogar schwächelnden Kursen des Basiswertes einen Ertrag zu erzielen. Der Preis für diese Pluspunkte sind begrenzte Gewinnchancen. Denn an steigenden Kursen des Basiswertes nehmen Discount-Zertifikate am Laufzeitende nur bis zu einer oberen Kursgrenze, auch als Cap bezeichnet, teil. Für Discount-Zertifikate spricht, dass sich unterschiedliche Anlageziele verfolgen lassen. Dabei kommt es insbesondere auf zwei Ausstattungsmerkmale an: den Discount – er entscheidet über den Risikograd. Und den Cap – er gibt Aufschluss über die maximale Ertragschance.

Defensive Discounter

Anleger, die sich bis zu einem gewissen Grad vor Kursverlusten des Basiswerts schützen und dabei eine vorab bekannte Ertragschance nutzen wollen, sollten Papiere mit einem hohen Discount und einem tiefen Cap favorisieren. Tiefer Cap bedeutet, dass dieser (deutlich) unter dem jeweils aktuellen Kurs des Basiswerts liegt. Dazu ein Beispiel: Ein fiktives Discount-Zertifikat auf die Aktie der Muster AG kostet aktuell 80 Euro (Briefkurs). Bei einem angenommenen Aktienkurs von 100 Euro beträgt der Discount demnach 20 Prozent. Der Cap liegt bei 85 Euro. Notiert die Aktie am Laufzeitende auf oder über dem Cap, der Abstand dorthin beträgt 15 Prozent, erhält der Anleger am Laufzeitende eine Rückzahlung in Höhe des Caps. Der maximale Ertrag (ohne Berücksichtigung von Erwerbs- und Veräußerungskosten wie zum Beispiel Ordergebühren), also die Differenz zwischen dem Kaufkurs und dem Cap (= 5 Euro), wäre ihm also auch bei einem Kursverlust der Aktie von bis zu 15 Prozent sicher. Auf der Ertragsseite befindet sich der Anleger auch dann noch, wenn die Muster-Aktie am letzten Bewertungstag zwar unter dem Cap, aber über dem Kaufkurs des Zertifikats schließt. Erst wenn die Aktie noch stärker verliert, erleidet der Anleger einen Verlust (siehe folgende Tabelle).

discount-strategien

Seitwärtsstrategie

Ein beliebtes Motiv für den Kauf von Discount-Zertifikaten ist der Wunsch vieler Anleger, auch in Seitwärtsmärkten zu gewinnen. Seitwärts bedeutet, dass die Kurse stagnieren beziehungsweise sich kaum verändern. Im Fall einer solchen Erwartungshaltung wählt der Anleger idealerweise Discount-Zertifikate, deren Cap auf Höhe des aktuellen Basiswertkurses liegt. Denn sollte das Szenario aufgehen und der Basiswert am Laufzeitende tatsächlich mindestens auf seinem Ausgangsniveau notieren, würde das Produkt zum Cap und damit mit dem maximalen Ertrag zurückgezahlt. Auch hier ein fiktives Beispiel: Ein Discount-Zertifikat auf die Muster-Aktie kostet 90 Euro. Der Cap liegt auf Höhe des aktuellen Aktienkurses von 100 Euro. Zwar fällt der Discount hier mit zehn Prozent geringer aus als im vorherigen Beispiel. Dafür winkt ein höherer maximaler Ertrag in Höhe von 10 Euro bzw. 11,1 Prozent (ohne Berücksichtigung von Erwerbs- und Veräußerungskosten wie zum Beispiel Ordergebühren). Dieser Wert wird auch als Seitwärtsrendite bezeichnet, da es hierfür ausreicht, dass die Muster-Aktie am Laufzeitende auf ihrem Startniveau notiert. Das Risiko besteht darin, dass sich die Erwartung des Anlegers nicht erfüllt. Zwar dient der Discount bis zu einem gewissen Grad als Risikopuffer gegen Kursverluste, jedoch nicht in dem Umfang wie bei defensiven Papieren mit tieferem Cap.

Offensive Strategie

Von offensiven Discount-Strategien spricht man, wenn der Cap (deutlich) oberhalb des aktuellen Aktienkurses liegt. Der Vorteil dieser Variante: An Kursgewinnen des Basiswerts nimmt der Anleger am Laufzeitende bis zum Cap teil. Der Nachteil: Der Discount ist in der Regel vergleichsweise gering. Diese Variante eignet sich daher nur für Anleger, die davon ausgehen, dass der Basiswert bis zum Laufzeitende auf ein bestimmtes Niveau steigen wird. Klettert er allerdings (deutlich) über den Cap hinaus, würde die Aktie die bessere Performance aufweisen.

Die nachfolgende Tabelle enthält einige Produktbeispiele für HVB Discount Zertifikate auf deutsche Aktien. Das komplette Angebot finden Sie unter www.onemarkets.de. Bitte beachten Sie, dass es sich bei HVB Discount Zertifikaten um Schuldverschreibungen des Emittenten, also der UniCredit Bank AG, handelt. Bei Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.

AUSWAHL AN HVB DISCOUNT ZERTIFIKATEN
Basiswert ISIN Rückzahlungstermin Ausstattungsmerkmale Briefkurs (Verkaufspreis)
Commerzbank AG

22.6.2017

Cap: EUR 5,45, Discount: 24,0 %

EUR 4,96

Leoni AG

22.6.2017

Cap: EUR 23,25, Discount: 23,1 %

EUR 21,69

thyssenkrupp AG

22.6.2017

Cap: EUR 14,80, Discount: 25,2 %

EUR 13,60

Volkswagen VZ

23.3.2017

Cap: EUR 100,75, Discount: 21,8 %

EUR 93,92

Alle genannten Produkte sind Schuldverschreibungen der UniCredit Bank AG. Bei deren Insolvenz, also Zahlungsunfa?higkeit oder U?berschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust. Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de vero?ffentlicht; Information zur Funktionsweise des Produkts finden Sie hier.

Stand: 17.6.2016

Bildnachweis:

  • iStock : Suze

 

 

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag Punkten mit Discount-Strategien erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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