Unicredit Kolumne

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Stay-High/Stay-Low: Exoten mit dem besonderen Kick!

27.07.2016

Stay-High- und Stay-Low-Optionsscheine erfreuen sich unter Tradern großer Beliebtheit. Aus gutem Grund: Sie ermöglichen die Chance auf hohe Gewinne auch bei stagnierenden Kursen.

onemarkets MagazinStay-High- bzw. Stay-Low-Optionsscheine sind Weiterentwicklungen herkömmlicher Call- und Put-Optionsscheine. Ein wichtiger Unterschied zu den Klassikern besteht darin, dass diese Produkte über eine Knock-out-Barriere verfügen. Außerdem ist der maximale Ertrag schon zum Kaufzeitpunkt bekannt. Um diesen Ertrag zu erzielen, reicht es aus, dass der Basiswert, das ist der Bezugswert, der dem Schein zugrunde liegt, während der Laufzeit die Knock-out-Barriere nicht verletzt. Das bedeutet: Der Basiswert muss im Gegensatz zu herkömmlichen Call- oder Put-Optionsscheinen nicht not­wen­diger­weise steigen beziehungsweise fallen, damit der Anleger auf der Gewinnerseite steht. Eine Seitwärtsbewegung des Basiswertes, das heißt eine stagnierende Kursentwicklung, reicht dafür aus. Auf der anderen Seite ist allerdings auch das Risiko erhöht. Denn wird die Knock-out-Barriere verletzt, verfallen Stay-High- und Stay-Low-Optionsscheine sofort wertlos und der Anleger erleidet einen Totalverlust.

Funktionsweise

Bei einem Stay-High-Optionsschein liegt die Knock-out-Barriere immer unter dem Kurs des Basiswertes. Wird diese Knock-out-Barriere bis zum Laufzeitende nicht berührt oder unterschritten, erhält der Anleger bei Fälligkeit des Scheins einen Rückzahlungsbetrag, der in der Regel 10 Euro beträgt. Angenommen, der Kaufpreis des Stay-High-Optionsscheins lag bei 6 Euro, dann hätte der Anleger am Laufzeitende einen Ertrag von 4 Euro beziehungsweise 66,7 Prozent erzielt (ohne Berücksichtigung von Erwerbs- und Veräußerungskosten). Bei einem Stay-High-Optionsschein kommt es also darauf an, dass der Basiswert bis zum Laufzeitende nicht auf oder unter die Knock-out-Barriere fällt. Wenn doch, man spricht von einem Knock-out-Ereignis, dann verfällt der Stay-High-Optionsschein sofort wertlos. Es gibt also lediglich zwei Rückzahlungsszenarien: entweder die Zahlung des Festbetrages oder einen Totalverlust. Stay-Low-Optionsscheine funktionieren ähnlich, jedoch mit dem Unterschied, dass bei dieser Variante die Knock-out-Barriere nicht unter, sondern über dem Kurs des Basiswertes liegt. Das heißt, um den Rückzahlungsbetrag in Höhe von 10 Euro zu erhalten, darf der Basiswert nicht auf oder über ein bestimmtes Niveau steigen.

Was den Preis beeinflusst

Während der Laufzeit kann der Preis von Stay-High- und Stay-Low-Optionsscheinen stark schwanken. Generell gilt, dass mit steigender Wahrscheinlichkeit eines Knock-out-Ereignisses der Schein an Wert verliert. Das ist unter anderem der Fall, wenn sich der Basiswertkurs in Richtung Knock-out-Barriere bewegt. Umgekehrt steigt der Preis, je mehr sich der Basiswert von der Barriere entfernt. Ein weiterer wichtiger Preiseinflussfaktor ist die implizite Volatilität, also die von den Marktteilnehmern erwartete Schwankungsintensität des Basiswertes. Für Stay-High- und Stay-Low-Optionsscheine gilt, dass auch scheinbar weit entfernte Barrieren bei zunehmender Schwankungsintensität noch verletzt werden können. Folglich sinkt bei einer steigenden Volatilität unter ansonsten gleichen Bedingungen der Wert des Scheins. Umgekehrt wirkt sich eine sinkende implizite Volatilität in der Regel preiserhöhend aus. Von Bedeutung für den Preis ist schließlich auch noch die Restlaufzeit. Da mit abnehmender Laufzeit unter ansonsten gleichen Bedingungen die Wahrscheinlichkeit geringer wird, dass ein Knock-out-Ereignis eintritt, steigt der Preis.

Mut zum Risiko erforderlich

Anleger sollten vor dem Kauf eines Stay-High- oder eines Stay-Low-Options­scheines sorgfältig Chancen und Risiken ab­wägen. Die Chance wird durch den Rück­­­­zahlungsbetrag bestimmt. Weil dieser bereits vor dem Kauf bekannt ist, weiß der Anleger von Anfang an, mit welchem Ertrag er im Erfolgsfall rechnen kann.

Das Risiko wiederum hängt von der Laufzeit und der Position der Knock-out-Barriere ab. Je länger die Laufzeit und je näher der Basiswert an der Barriere notiert, umso größer ist die Gefahr eines Knock-out-Ereignisses. Weil Produkte mit naher Barriere und längerer Laufzeit riskanter sind als vergleichbare Papiere mit größeren Abständen und kürzeren Laufzeiten, sind sie in der Regel auch günstiger. Ein niedrigerer Preis wiederum erhöht den Ertragsspielraum. Der Preis dafür ist allerdings die erhöhte Gefahr, einen Knock-out und damit einen Totalverlust zu erleiden. Für welche Ausstattung sich ein Anleger entscheidet, hängt daher in erster Linie von seiner Risikoneigung ab. Wer sich für diese Produkte interessiert, findet auf www.onemarkets.de zahlreiche Produkte auf den DAX®. Eine kleine Auswahl finden Sie in der nach­folgenden Tabelle.

Beachte: Strukturierte Produkte sind Schuldverschreibungen des Emittenten. Bei Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.

BEISPIELE FÜR HVB STAY HIGH/LOW OPTIONSSCHEINE AUF DEN DAX®
Typ ISIN Rückzahlungstermin Rückzahlungsbetrag* Knock-out-Barriere in Pkt. Briefkurs (Verkaufspreis)
Stay High

22.12.2016

EUR 10,-

8.800

EUR 7,03
Stay High

22.12.2016

EUR 10,-

8.300

EUR 8,11
Stay Low

22.12.2016

EUR 10,-

10.600

EUR 3,60
Stay Low

22.12.2016

EUR 10,-

11.200

EUR 7,21

*nur, wenn Knock­-out­-Barriere nicht verletzt wird.
Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de vero?ffentlicht.

Stand: 15.7.2016

Bildnachweis:

  • photocase: the Cramer

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag Stay-High/Stay-Low: Exoten mit dem besonderen Kick! erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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