Unicredit Kolumne

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Die Qual der (US-)Wahl

27.07.2016

Hillary Clinton oder Donald Trump – wer gewinnt den Kampf ums Weiße Haus? Der Wall Street stehen bis zum Showdown am 8. November unruhige Monate bevor. Welche sind die möglichen Gewinner- und Verliererbranchen?

onemarkets MagazinEigentlich sind US-Wahljahre meist gute Jahre für den Aktienmarkt. So schloss der US-Leitindex S&P 500® im Zeitraum von 1928 bis 2012 im Jahr der US-Präsidentschaftswahl nur sechsmal im Minus, aber stolze 16-mal im Plus. Doch 2016 erschwert ein besonderer Umstand den Ausblick. Dieser Faktor heißt Donald Trump. sp500Niemand vermag den republikanischen Spitzenkandidaten und die Folgen seiner Politik, sollte er den Kampf um das Weiße Haus gewinnen, so richtig einzuschätzen. Der Wall Street dürfte in den kommenden Monaten daher eine Zeit der Ungewissheit mit nervösen Kursschwankungen bevorstehen. So sieht es auch Mary Ann Bartels, Chefstrategin bei Merrill Lynch Wealth Management. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Märkte viel besser reagieren, wenn der Wahlausgang absehbar ist, schreibt sie in einem Strategiepapier. Dieses Mal gebe es allerdings jede Menge Fragezeichen und nichts würden die Märkte mehr hassen als Unsicherheit. Bartels kommt zu dem Fazit, dass der Wall Street eine „holprige Fahrt“ bis zur Wahl am 8. Novem­ber 2016 bevorsteht.

Demokraten bevorzugt

Einer, der dem Wahlausgang gelassen entgegensieht, ist US-Investor Warren Buffett. „Berkshire Hathaway wird es weiter gutgehen, egal ob der kommende US-Präsident Donald Trump oder Hillary Clinton heißt“, wird der 85-jährige Firmenchef in der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom 6. Mai 2016 zitiert. So neutral sehen es allerdings nicht alle Anleger. Einer Umfrage der US-Marktforschungsgesellschaft Pulsenomics unter 82 amerikanischen Volkswirten zufolge sind 59 Prozent der Meinung, dass sich unter einem Präsidenten Trump der Ausblick für die US-Wirtschaft verschlechtern wird, von Clinton denken das nur 29 Prozent. Tatsächlich lief es für die USA in der Vergangenheit besser, wenn ein Demokrat im Oval Office saß. Nach einer Studie der Princeton University ist im Zeitraum von 1949 bis 2012 das Bruttoinlandsprodukt in den Jahren, in denen die Demokraten den Präsidenten stellten, um durchschnittlich 4,35 Prozent pro Jahr gewachsen. In den Jahren unter republikanischer Führung kam die US-Wirtschaft dagegen im Schnitt nur um 2,54 Prozent pro Jahr voran.

Chancen für Anleger

Egal wie auch der 45. Präsident der USA heißen mag, für risikofreudige Anleger ergeben sich aus der Präsidentschaftswahl interessante Chancen. Denn wie aus den Wahlprogrammen der beiden Kontrahenten hervorgeht, haben sie zum Teil sehr unterschiedliche Ansichten, was für Land und Wirtschaft gut und schlecht ist. Es gibt Branchen beziehungsweise Unternehmen, die von einem Sieg Clintons profitieren könnten, aber auch Sektoren, die mit Einschränkungen rechnen müssten. Das Gleiche gilt auch im Falle eines Sieges von Donald Trump. Mit Hebelprodukten der HVB lässt sich auf ganz verschiedene Unternehmen setzen, je nachdem welche Erwartung der Anleger hat.

Energiepolitik: krasse Gegensätze

Was die Energiepolitik betrifft, will Hillary Clinton die erneuerbaren Energien massiv fördern. Sie will Amerika „zur saubersten Energie-Supermacht“ machen und die klimapolitischen Voraussetzungen dafür erfüllen. Ihr Plan sieht unter anderem vor, in ihrer ersten Amtszeit eine halbe Milliarde zusätzlicher Solarpanels zu installieren. Außerdem soll die Energieeffizienz erheblich gesteigert werden. Sollte Clinton ihre Vorhaben nach einem Wahlsieg umsetzen, könnte das der Erneuerbare-Energien-Branche in den USA Auftrieb geben. Ein US-Konzern, der in den Segmenten Energieeffizienz und Erneuerbare Energien aktiv ist, heißt General Electric (GE). Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen in der Sparte „Renewable Energy“ einen Umsatz von 6,38 Milliarden US-Dollar.

Während Clinton als bekundende Klimaschützerin gilt, bezweifelt Donald Trump, dass der Mensch an der Erderwärmung schuld ist. Er würde vermutlich wieder zu 100 Prozent auf fossile Energien wie Öl und Kohle setzen – bevorzugt aus heimischer Produktion. Außerdem würde Trump das Klimaschutzabkommen von Paris aufkündigen (Quelle: www.tagesschau.de vom 27. Mai 2016). Der Profiteur eines möglichen Präsidenten Trump wäre also vermutlich die US-Öl- und Gasindustrie mit Unternehmen wie Exxon Mobil oder Chevron. So sieht es auch Steven Pressman, Professor für Ökonomie an der Colorado State University. „Trump wäre zweifelsohne großartig für die amerikanische Öl-, Gas- und Kohleindustrie“, so der Mitherausgeber der Fachpublikation „Review of Political Economy“.

Pharma: der große Verlierer?

Die Gesundheitsreform von Barack Obama, auch als Obamacare bezeichnet, würde Donald Trump eigenen Aussagen zufolge am liebsten gleich am ersten Tag seiner Amtszeit wieder rückgängig machen. Stattdessen vertraut er auf den Wettbewerb, um die Kosten im Gesundheits­sektor in den Griff zu bekommen. Dafür ist seiner Ansicht nach auch eine strikte Begrenzung der Einwanderung notwendig, weil bislang zu viel Geld für die Versorgung illegaler Einwanderer ausgegeben werde.

Eine völlig andere Position vertritt Hillary Clinton. Obamacare soll nicht nur bestehen bleiben, sondern noch forciert werden. Den steigenden Ausgaben für Medikamente will die ehemalige Außenministerin insbesondere durch eine stärkere Regulierung der Arzneimittelpreise begegnen. Aktienanalysten sehen US-­Pharmaaktien wie Pfizer oder Merck als die Verlierer der Wahl – und zwar egal, welcher Kandidat das Rennen macht. „Die Pharmaunternehmen könnten unter beiden Administrationen die Verlierer sein“ , äußerte sich Joe Heider, Präsident der Vermögensverwaltung Cirrus Wealth Management gegenüber dem Nachrichtenportal „U.S. News“.

Kriegserklärung an die Wall Street

Hillary Clinton fordert, dass an der Wall Street ein Umdenken von kurzfristigem zu nachhaltigem Handeln stattfinden müsse („Put an end to quarterly capitalism“). Die 2008 gestartete Finanzmarktreform will die Demokratin weiter vorantreiben. Risiken im Finanzsektor sollen unter ihrer Administration noch stärker von unabhängigen Regierungsbehörden überwacht werden. Für US-Bankaktien wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley wäre es daher vermutlich besser, wenn Clinton mit ihrer Präsidentschaftskandidatur scheitert. Auf der anderen Seite ist die Wall Street auch von einem Präsidenten Trump wegen seiner Unberechenbarkeit nicht sonderlich begeistert.

Weniger Steuern, mehr Konsum

Sowohl Clinton als auch Trump versprechen der amerikanischen Mittelschicht in ihren Wahlprogrammen massive Steuer­erleichterungen. Trump geht sogar so weit, die Einkommen von Alleinstehenden bis 50.000 US-Dollar und bei Verheirateten bis zu 100.000 US-Dollar gänzlich von der Einkommensteuer zu befreien. Sollten die Versprechen nach der Wahl eingelöst werden, dürfte sich das positiv auf den Konsum auswirken. Profitieren davon könnten unter anderem die Aktien von Retailern wie Wal-Mart oder dem Online-Händler Amazon.com (siehe auch Artikel „Amazon, der Internet-Gigant„).

Abschließend noch ein nicht ganz ernst zu nehmender Tipp von Wirtschaftsprofessor Steven Pressman. Er empfiehlt Anlegern, bei einem Sieg von Trump auf die Baubranche zu setzen, da in diesem Sektor – sollte Trump allen Ernstes eine Mauer an der mexikanischen Grenze errichten – jede Menge Jobs entstehen und hohe Profite fließen würden.

Mit Hebel investieren

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie einige der erwähnten US-Unternehmen. Mit HVB Hebelprodukten auf diese Aktien sind, falls die Markterwartung aufgeht, hohe Gewinne möglich. Falls nicht, können hingegen überproportionale Verluste bis hin zum Totalverlust entstehen.

MIT EXPRESS-MODUS IN DEN S&P 500® INDEX INVESTIEREN
HVB Express Plus Zertifikat
Basiswert S&P 500® (Price Return) Index
ISIN/WKN DE000HVB14U3/HVB14U*
Emissionstag 7.6.2016
Briefkurs (Verkaufspreis) EUR 100,02
Bewertungstage 29.5.2017, 28.5.2018, 27.5.2019, 27.5.2020, 27.5.2021, 31.5.2022 (letzter)
Letzter Rückzahlungstermin 7.2.2022
Max. Rückzahlungsbetrag EUR 126,40
Ertrags-Barriere 1.259,479 Punkte
* Die aktuellen Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de vero?ffentlicht. Das Produkt ist eine Schuldverschreibung der UniCredit Bank AG. Bei deren Insolvenz, also Zahlungsunfa?higkeit oder U?berschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust. Information zur Funktionsweise des Produkts ; Stand: 15.7.2016

 

HVB HEBELPRODUKTE AUF AKTIEN VON US-UNTERNEHMEN
Produkttyp Basiswert ISIN Rückzahlungstermin Ausstattungsmerkmale
HVB Call Optionsschein

ExxonMobil Corp.

21.6.2017

Basispreis: USD 86,–, Briefkurs*: EUR 1,04

HVB Call Optionsschein

ExxonMobil Corp.

21.6.2017

Basispreis: USD 96,–, Briefkurs*: EUR 0,72

HVB Mini Future Bull

General Electric Co

Open End

Knock-out-Barriere: USD 28,20, Briefkurs*: EUR 0,62

HVB Mini Future Bull

General Electric Co

Open End

Knock-out-Barriere: USD 37,20, Briefkurs: EUR 0,50

HVB Call Optionsschein

Pfizer Inc.

21.6.2017

 Basispreis: USD 32,–, Briefkurs*: EUR 0,51
HVB Put Optionsschein  Pfizer Inc.  21.6.2017  Basispreis: USD 38,–, Briefkurs*: EUR 0,35
HVB Call Optionsschein  Wal-Mart Stores Inc.

21.12.2016

 Basispreis: USD 65,–, Briefkurs*: EUR 0,87
HVB Put Optionsschein  Wal-Mart Stores Inc.

21.12.2016

 Basispreis: USD 75,–, Briefkurs*: EUR 0,40

*Briefkurs (Verkaufspreis).
Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de vero?ffentlicht.
Die Funktionsweisen finden Sie hier.
Alle genannten Produkte sind Schuldverschreibungen der UniCredit Bank AG. Bei deren Insolvenz, also Zahlungsunfa?higkeit oder U?berschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.

Stand: 15.7.2016

Bildnachweis:

  • CSA-Archive

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Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag Die Qual der (US-)Wahl erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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