Unicredit Kolumne

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„Anleger brauchen verständliche Informationen“

31.08.2016

Lars Brandau, Geschäftsführer beim Deutschen Derivate Verband (DDV), über die Entwicklungen am Markt für strukturierte Produkte.

onemarkets Magazinonemarkets: Die Aktienmärkte zeigen sich dieses Jahr ausgesprochen volatil. Auf der anderen Seite tauchte die Rendite für 10-jährige Bundesanleihen bereits in den negativen Bereich ab. Inwieweit können strukturierte Produkte von diesem Spannungsfeld profitieren?

Lars Brandau: Tatsächlich verkehrt sich eine Argumentation aus der Vergangenheit in ihr Gegenteil. Sicherheit und Kapitalerhalt müssen neu definiert werden. Privatanlegern bleibt im Grunde genommen keine Alternative zu kapitalmarkt­nahen Finanzprodukten. Im Bereich der strukturierten Wertpapiere stellen wir seit Längerem eine Verschiebung zugunsten von Teilschutzprodukten fest. Diese in ihrer Gesamtheit sind Profiteure des Niedrigzinsniveaus. Alleine die Volumina von Aktienanleihen und Discount-Zertifikaten haben bereits frühere Höchststände aus dem Rekordjahr 2007 erreicht.

onemarkets: Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts stieg die Zahl derer, die Aktien und Aktienfonds halten, auf den höchsten Stand seit 2012. Da kann der Derivatesektor nicht mithalten. Woran liegt das?

Brandau: Hier erfordert es eine differenzierte Betrachtung. Richtig ist, dass die Deutschen im zurückliegenden Jahr wieder etwas mehr Vertrauen in Aktien und Aktienfonds gefasst haben. Jedoch sind wir – was die Zahl der Aktionäre betrifft – immer noch von den Höchstständen zu Beginn des Jahrtausends entfernt. Anscheinend herrscht bei vielen Anlegern nach wie vor starke Verunsicherung. Das ist der Punkt, an dem strukturierte Wertpapiere ansetzen. Wir registrieren steigende Volumina in verschiedenen Produktkategorien, mit denen Anleger an der Wertentwicklung der Aktienmärkte partizipieren können.

onemarkets: In den zurückliegenden Jahren ist die Derivatebranche stark reguliert worden. Worin sehen Sie nun den größten Mehrwert für den Privatkunden?

Brandau: Vorweg: Regulierung, dort wo sie nötig und richtig erscheint, ist gut und sinnvoll. Was wir aber seit geraumer Zeit beobachten, ist, dass vor allem die Regu­lierungsdichte zugenommen hat. Gleiche Rahmenbedingungen und Prävention zum Schutze der Anleger sind zwar zentraler Antrieb aller regulatorischen Bemühungen. Strittig ist lediglich die Verhältnis­mäßigkeit. Privatanleger benötigen einfache, verständliche Informationen und das möglichst in komprimierter Form. Gelungen ist das ganz sicher bei den Produkt­informationsblättern (PIB). National eingeführt und bewährt, werden sie voraussichtlich ab Januar 2017 durch den europäischen KID ersetzt. Der Inhalt des KIDs ist stark seitens der EU vorgegeben. Ob dies dem Anleger einen Mehrwert, gerade auch im Vergleich zum deutschen PIB, bieten wird, bleibt abzuwarten und darf bezweifelt werden.

onemarkets: Herr Brandau, vielen Dank für das Gespräch.

Alle Meinungsaussagen oder Einschätzungen in diesem Interview geben die Einschätzung des Gesprächspartners wieder. Die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen spiegeln nicht zwangsläufig die Meinungen der UniCredit Bank AG wider.

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag „Anleger brauchen verständliche Informationen“ erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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