Unicredit Kolumne

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Beim Wertpapierhandel am Ball bleiben

26.10.2016

Beim Handel mit Anlage- und Hebelprodukten haben Anleger die Wahl: Sie können den Auftrag entweder über eine Börse platzieren oder die Order außerbörslich tätigen. Beides hat Vor- und Nachteile.

onemarkets MagazinImmer wieder stellen sich Anleger die Frage: Ist es vorteilhafter, Zertifikate, Optionsscheine oder andere Produkte über eine Börse oder aber außerbörslich direkt mit dem Emittenten zu handeln? Eine allgemeingültige Antwort kann es darauf nicht geben, da es in erster Linie von den Präferenzen des Anlegers abhängt, welche Handelsalternative für ihn geeigneter ist. Wer zum Beispiel auf Preissicherheit und Transparenz gesteigerten Wert legt, sollte seine Kauf- bzw. Verkaufsaufträge über eine Börse tätigen. Beim Börsenhandel unterliegen Preisfindung und Orderausführung einem eindeutigen und nachvollziehbaren Regelwerk. Es herrscht stets volle Vor- und Nachhandelstransparenz, die gezeigten Preise sind tatsächlich handelbar und abgeschlossene Geschäfte gelten als rechtlich verbindlich. Als Kontrollorgan fungiert die Handelsüberwachungsstelle. Sie überprüft zum Beispiel, ob die Börsenpreise ordnungsgemäß zustande kommen und der tatsächlichen Marktlage entsprechen. Überwacht wird auch die Einhaltung von Verpflichtungen der am Handel Beteiligten, die sich aus den spezifischen Regelwerken für die einzelnen Handelssegmente ergeben. Hierzu gehört beispielsweise die Einhaltung des Best-Price-Prinzips (dazu gleich noch mehr).

Börsen mit Best-Price-Prinzip

Ein weiterer Vorteil des Handels über eine Börse liegt mit Einschränkungen in einer höheren Preisqualität. Hintergrund ist folgender: Beim außerbörslichen Handel ist der Emittent der einzige Kontrahent für den Anleger. Er ist quasi ein Monopolist bei der Stellung von An- und Verkaufspreisen. Beim Handel über eine Börse tritt der Emittent in der Regel ebenfalls als Market Maker auf. Das heißt, er hat sich gegenüber der Börse verpflichtet, kontinuierlich An- und Verkaufskurse zu stellen und somit die Handelbarkeit eines Wertpapiers zu garantieren und dessen Liquidität sicherzustellen. Darüber hinaus werden aber auch noch mögliche Aufträge aus dem elektronischen Orderbuch der Börse selbst oder einer Referenzbörse berücksichtigt. Stößt zum Beispiel eine Kauforder für ein bestimmtes Produkt auf den Verkaufsauftrag eines anderen Anlegers, ist die Börse verpflichtet, die Order zu dem aus Anlegersicht besten Preis auszuführen (Best-Price-Prinzip). Da Aufträge auch gegeneinander ausgeführt werden, ist der Anleger also nicht ausschließlich auf die gestellten Spannen des Emittenten beschränkt.

Eine Frage der Kosten

Zahlreiche Anleger sind es gewohnt, ihre Orders mit Limit- oder Stop-Marken zu versehen. Dies war lange Zeit nur beim Handel über eine Börse möglich. Seit einigen Jahren bieten allerdings die meisten Online-Banken auch für außerbörsliche Aufträge diesen Service an. Dasselbe gilt für intelligente Ordertypen wie Trailing Stop, Stop Limit oder One Cancels Other (OCO). In diesem Punkt herrscht also Ausgeglichenheit zwischen den zwei Handelsalternativen, es sei denn, man berücksichtigt die Kosten. Denn im außerbörslichen Handel wird in vielen Fällen auf eine Limitgebühr verzichtet. Apropos Gebühren: Trotz der Vorteile, die der Börsenhandel bietet, werden in Deutschland mittlerweile rund 60 Prozent aller Order beim Handel mit Anlage- und Hebelprodukten außerbörslich ausgeführt. Das hat vor allem einen Grund: die niedrigeren Kosten. Denn im Gegensatz zum Börsenhandel fallen beim Direkthandel weder börsenabhängige Transaktionsentgelte noch eine Maklercourtage an.

Ein weiteres Argument für den außerbörslichen Handel sind die längeren Handelszeiten. An Marktplätzen wie der Börse Stuttgart (Euwax) oder der Börse Frankfurt können Zertifikate in der Regel von 9.00 bis 20.00 Uhr gehandelt werden. Im außerbörslichen Handel läuft der Handel für gewöhnlich von 8.00 bis 22.00 Uhr. Allerdings können die genauen Zeiten von Online-Broker zu Online-Broker variieren. Ein dritter Punkt, den viele Anleger am außerbörslichen Handel schätzen, ist das Quote-Request-Verfahren. Darunter versteht man Folgendes: Der Anleger gibt seinen Auftrag in die Ordermaske ein und bekommt sofort vom Emittenten einen Preis gestellt. Dann hat er einige Sekunden Zeit, diesen zu akzeptieren oder die Order verfallen zu lassen.

gettex: schnell und günstig

Produkte von HVB onemarkets können in der Regel sowohl außerbörslich als auch an den Börsen in Stuttgart und Frankfurt und neuerdings auch über gettex der Bayerischen Börse gehandelt werden. gettex verbindet die Vorteile des außerbörslichen Handels mit dem Börsenhandel. Auf der einen Seite unterliegt der Handel über gettex einem strengen Regelwerk. Eine eigene Handelsüberwachung sorgt für Preisqualität und Anlegerschutz. Auf der anderen Seite erfolgt der Handel direkt mit dem Emittenten, also der HypoVereinsbank. Es fallen also keine Maklercourtage und kein Börsenentgelt an. Hinzu kommen längere Handelszeiten von 8.00 bis 22.00 Uhr. Weitere Informationen zum Handel über gettex finden Sie hier.

Bildnachweis:

  • iStock: franckreporter

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Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag Beim Wertpapierhandel am Ball bleiben erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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