Unicredit Kolumne

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„Wer einen Vermögenszuwachs erzielen will, kommt an Aktien als Beimischung nicht vorbei“

30.11.2016

Oliver Postler, Chief Investment Officer der HypoVereinsbank, über die Perspektiven im kommenden Börsenjahr und die Möglichkeiten, die es gibt, der Rendite auf die Sprünge zu helfen.

onemarkets Magazinonemarkets: Das Börsenjahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen. Wie fällt Ihr Resümee aus?

Oliver Postler: Mit dem jüngsten Sprint nach oben besteht die Chance, dass der DAX® nun das fünfte Jahr in Folge mit einem Gewinn abschließt – trotz teilweise hoher Schwankungen. Zu den größten Überraschungen gehörten sicherlich der Entscheid der Briten über den Austritt aus der EU (Brexit) und der Ausgang der US-Wahl. Eine besondere Herausforderung war auch der Renditeabsturz. Die Rendite langfristiger Bundesanleihen sackte zeitweise unter die Nulllinie. Trotz der jüngsten Erholung kann von einem echten Renditegewinn immer noch keine Rede sein.

onemarkets: Kommt im Jahr 2017 die Wende am Anleihenmarkt?

Postler: Der Anlagedruck, insbesondere bei institutionellen Investoren, ist groß. Gleichzeitig verfügen sie über sehr kleine Risikobudgets und strenge regulatorische Vorgaben. Hinzu kommt das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank. Dies führt zu einer entsprechenden Nachfrage vor allem nach Anleihen mit guten Bonitäten. Das drückt wiederum auf die Renditen. Ich rechne damit, dass die EZB 2017 am niedrigen Zinskurs festhält. Im Moment erwartet der Markt erst im Jahr 2025 bei dreimonatigen Papieren ein Zinsniveau von einem Prozent. Bei langlaufenden Staatspapieren dürfte sich der eingeschlagene Trend leicht steigender Renditen fortsetzen. Allerdings nur sehr moderat. Eine große Wende zeichnet sich noch nicht ab.

onemarkets: Was raten Sie Anlegern?

Postler: Ein realer Werterhalt nach Kosten, Inflation und Steuern ist in weiten Teilen des Anlageuniversums auf der Zinsseite für die nächsten Jahre mit Anleihen wohl nicht zu erzielen. Wer einen Werterhalt oder gar einen Vermögenszuwachs erzielen will, wird an der Beimischung von soliden Unternehmensbeteiligungen, sprich Aktien, nicht vorbeikommen.

onemarkets: Deutschen Anlegern ist Sicherheit in der Regel wichtiger als Rendite.
Aktien bergen Risiken.

Postler: Das ist richtig. Schwankungen wie wir sie 2016 – am Jahresanfang mit der Chinakrise und im Sommer mit dem Brexit-Referendum – gesehen haben, wird es immer wieder geben. Schwankungen sind allerdings auch Gelegenheit für Käufe. Dies gilt vor allem für Anleger, die in Aktien kaum oder gar nicht investiert sind. Nichts zu tun ist keine Lösung. Denn so wird man das Vermögen wahrscheinlich nicht erhalten können.

onemarkets: Wo erwarten Sie Impulse für die Aktienmärkte im kommenden Jahr?

Postler: Wir rechnen mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent. Dies sollte eine solide Grundlage für die Steigerung der Unternehmensgewinne sein. Zudem signalisieren einige Frühindikatoren und Arbeitsmarktdaten, dass sich die Peripherieländer in Europa allmählich erholen. Mit Blick auf die Bewertung favorisieren wir Europa und Asien.

onemarkets: Im Jahr 2007 wurde der Fonds Private Banking Vermögensportfolio Klassik 50 PI von Pioneer in Kooperation mit HypoVereinsbank Private Banking aufgelegt. Können Sie das Anlagekonzept kurz skizzieren?

Postler: Im Fonds investieren wir primär in Einzeltitel beziehungsweise zur Abdeckung ganzer Märkte in Exchange Traded Funds (ETFs). Dabei verfolgen wir eine eher defensive Anlagestrategie. Ein Großteil ist also in Anleihen und hier vor allem in Papiere guter Bonität investiert. Die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei rund vier Jahren, sodass wir für einen potenziellen Renditeanstieg gewappnet sind. Der Aktienanteil beläuft sich im Durchschnitt auf rund 35 Prozent. Dabei sind wir derzeit vor allem in defensiven Werten wie Konsum, Haushaltsgütern und Gesundheitswesen investiert. Sie weisen meist einen soliden Gewinntrend auf und bieten eine attraktive Dividendenrendite. Gleichzeitig verlieren die Sektoren bei einer größeren Korrektur des Gesamtmarkts meist weniger. Als Beimischung setzen wir auf Zykliker aus dem Chemie-, Industrie- und Technologiesektor.

onemarkets: Für welchen Anlegertyp ist der Fonds geeignet?

Postler: Wie bereits erwähnt, besteht für Investoren derzeit ein großer Druck, höhere Risiken einzugehen, als sie es lange Zeit gewöhnt waren, um ihr Vermögen zu erhalten bzw. zu vermehren. Der Fonds bietet mittel- bis langfristig orientierten Investoren die Chance, mit ausgewogener Streuung und weitgehend reduziertem Risiko in die Aktienwelt einzusteigen.

onemarkets: Herr Postler, vielen Dank für das Gespräch.

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

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Der Beitrag „Wer einen Vermögenszuwachs erzielen will, kommt an Aktien als Beimischung nicht vorbei“ erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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