Unicredit Kolumne

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Trio mit spannenden Aussichten

30.11.2016

Für die Trader dürften sich auch im neuen Jahr zahlreiche Gelegenheiten bieten, ihrer großen Leidenschaft nachzugehen. Wir stellen drei Aktien vor, deren Chartbilder vielversprechend aussehen.

onemarkets MagazinApple, Bayer, Hugo Boss – jedes dieser drei Unternehmen hat dem Börsenjahr 2016 auf seine Weise den Stempel aufgedrückt. Bei Apple mussten Anleger realisieren, dass jede noch so beeindruckende Wachstumsphase irgendwann zu Ende geht. Für die Geschäftsperiode 2015/16 (per 30. September) meldete der Technologieriese erstmals seit 2011 einen rückläufigen Jahresumsatz. Derweil sorgte Bayer mit der geplanten milliardenschweren Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto für Aufsehen (mehr dazu im Beitrag „Konzernlenker auf Shoppingtour„). Während diese Offerte die Stärke des Pharma- und Chemieunter­nehmens aus Leverkusen demonstriert, bekommt Hugo Boss die Krise im Textileinzelhandel zu spüren. Der schwäbische Modekonzern steuert unter anderem mit einem Sparprogramm gegen. Kurzum: Die Lage der drei Unternehmen könnte unterschiedlicher kaum sein. Und doch zeigt sich mit Blick auf 2017 ein gemeinsamer Nenner: Das Trio wartet mit spannenden charttechnischen Konstellationen auf.

Kehrtwende im letzten Moment

appleApple lief als einziger Titel mit positiven Vorzeichen in die Zielgerade des Börsenjahres 2016 ein. Per 16. November stand für den Technologietitel ein kleines Plus von 1,8 Prozent zu Buche. Offenbar stellen sich die Investoren allmählich auf die „neue Normalität“ bei dem Computerkonzern ein. Gleichwohl sah das Chartbild noch im Frühsommer arg ramponiert aus. Apple drohte durch den langfristigen Aufwärtstrend zu fallen. Bereits seit dem Jahr 2009 weist dieser dem Konzern mit der weltweit größten Marktkapitalisierung den Weg gen Norden. Sprichwörtlich im letzten Moment drehte die Aktie bei etwa 90 US-Dollar nach oben. Damit entfaltete die in diesem Bereich verlaufende horizontale Unterstützung ihre Wirkung.

Wenig später gelang es dem Large Cap sogar, aus dem kurzfristigen Abwärtstrend auszubrechen. Ein weiteres markantes Signal lieferte er zum Ende des dritten Quartals: Die gleitende 100-Tage-Linie kreuzte den auf 200 Handelstagen basierenden Kursdurchschnitt von unten nach oben. Diese seltene Konstellation wird von der Charttechnik als „Golden Cross“ deklariert und gilt als Indikator für steigende Notierungen. Gleichwohl schaffte es Apple zunächst nicht bis an den Widerstand bei 120 Dollar. Vielmehr setzte der Bluechip noch einmal zurück – wodurch er die Überhitzung des Chartbilds abwendete. Die kurze Korrektur schien bereits beendet zu sein, als der überraschende Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen noch einmal auf den Kurs drückte. Doch an der 100-Tage-Linie stabilisierte sich der Large Cap wieder.

Dadurch stellt der skizzierte 120-Dollar-Bereich weiterhin das nächste Kursziel dar. Selbst wenn die Technologieaktie den Sprung über diese Hürde schaffen sollte, wäre der Weg in Richtung Allzeithoch (noch) nicht frei. Seine bisherige Bestmarke setzte der Konzern aus Kalifornien im Mai 2015 bei 134,54 US-Dollar.

Die damalige Kursspitze ragt aus einer Seitwärtsbewegung heraus. Der untere Bereich dieser Range liegt bei rund 124 Dollar. Hier dürfte Apple bei einer möglichen Rekordjagd auf Gegenwind stoßen. Für den Fall, dass die Dynamik nachlässt, wäre der Bereich von 108/109 US-Dollar eine erste Anlaufstelle. Hier sollte Apple auf eine horizontale Unterstützung treffen. Eine weitere Haltezone stellt die runde Marke von 100 Dollar dar.

Impuls aus den USA

bayerDerweil hat die Bayer-Aktie den dreistelligen Kursbereich verlassen. Für das DAX®-Schwergewicht stellte das im April 2015 erreichte Allzeithoch einen Wendepunkt dar. Seither bewegt sich Bayer in einem Abwärtstrend. Am 52-Wochen-Tief hatte der Bluechip gegenüber dem Top mehr als 40 Prozent an Wert verloren. Allerdings scheint sich der Himmel allmählich aufzuhellen. Im Bereich der historischen Unterstützung zwischen 85 und 90 Euro absolvierte die Aktie in den vergangenen Monaten eine Bodenbildung.

Aufhorchen ließ Bayer am 9. November. Die erste Handelssitzung nach den US-Wahlen beendete die Aktie mit einem Plus von 5,2 Prozent – dem höchsten Tagesgewinn seit Oktober 2015. Die quer durch den Pharmasektor zu beobachtende Rallye dürfte in einem direkten Zusammenhang mit der Niederlage Hillary Clintons stehen. Die demokratische Präsidentschaftskandidatin hatte vor dem Urnengang angekündigt, gegen hohe Arzneimittelpreise vorgehen zu wollen.

Wie auch immer: Bayer näherte sich zwischenzeitlich bereits dem skizzierten Abwärtstrend an. Der Ausbruch nach oben wird dem Large Cap jedoch durch die ebenfalls im Bereich von 95 Euro verlaufende 200-Tage-Linie erschwert. Sollte er es über diese Hürde schaffen, würde sich die 100er-Marke als nächstes Kursziel auftun. Wobei streng genommen bereits zwei Euro tiefer ein Widerstand auf Bayer warten könnte. Eine weitere auffällige Barriere zeigt das Chartbild im Bereich von 110 Euro.

Mit Blick auf das neue Jahr wird es also für Bayer alles andere als einfach sein, die jüngste Durststrecke gänzlich vergessen zu machen. Positiv fällt dabei allerdings auf, dass die mögliche Erholung auf einem breiten Fundament steht. Es bräuchte einen sehr starken Abgabedruck, um die Unterstützung bei 85/90 Euro ins Wanken zu bringen. Setzen sich die Bären tatsächlich durch, könnte bereits bei 80 Euro die nächste horizontale Unterstützung ihre Wirkung entfalten.

Zurück auf dem Laufsteg

hugobossMit dem Schlagwort „Bodenbildung“ lässt sich auch die jüngste Entwicklung bei Hugo Boss trefflich beschreiben. Nachdem der Mid Cap im Herbst 2015 die wichtige Unterstützung bei 100 Euro gerissen hatte, stürzte er regelrecht ab. Mit 46 Euro erreichte die lange Zeit als Liebling vieler Anleger geltende Aktie am 6. Juli 2016 den niedrigsten Stand seit März 2011. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Papier jedoch bereits in einer übergeordneten Konsolidierungsphase. Zum Ende des dritten Quartals setzte Hugo Boss zwar noch einmal an deren unteren Begrenzung auf. Von dort aus drehte der Mid Cap jedoch dynamisch nach oben. Bereits wenige Wochen später schaffte er den Sprung über die wichtige 200-Tage-Linie.

Wie zu vermuten war, ließ die Aufwärtsdynamik bei 60 Euro nach. Hier stellt sich den Bullen eine Widerstandslinie in den Weg. Sollte sie von Hugo Boss überwunden werden, wäre der Doppelboden perfekt. Eine derartige Umkehrfor­mation gilt als starkes Kaufsignal. Als eine plausible Orientierungsmarke würde sich in diesem Szenario der Bereich um 70 Euro auftun. Hier zeigt der Mid Cap einen weiteren horizontalen Widerstand.

Übrigens: Es gibt noch eine Gemeinsamkeit zwischen Apple, Bayer und Hugo Boss. Alle drei Aktien zählen zum umfangreichen onemarkets-Basiswertuniversum. Exemplarisch umfasst die Tabelle jeweils ein Long- und Short-Hebelprodukt.

+++ ACHTUNG +++ AUSGEWÄHLTE HEBELPRODUKTE AUF APPLE, BAYER, HUGO BOSS
Basiswert Produkttyp ISIN Rückzahlungstermin Ausstattungsmerkmale
Apple Inc. HVB Call Optionsschein DE000HU7KE60 20.09.2017 Basispreis (Strike): USD 105,00
Apple Inc. HVB Put Optionsschein DE000HU6USU1 20.09.2017 Basispreis (Strike): USD 110,00
Bayer AG HVB Turbo Bull DE000HU6XZW6 22.03.2017 Knock-out-Barriere: EUR 81,00
Bayer AG HVB Turbo Bear DE000HU6HK76 22.03.2017 Knock-out-Barriere: EUR 106,00
Hugo Boss AG HVB Turbo Bull Open End DE000HU64UA2 Open End Knock-out-Barriere: EUR 50,149224
Hugo Boss AG HVB Turbo Bear Open End DE000HU4K2E9 Open End Knock-out-Barriere: EUR 65,761017

Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de vero?ffentlicht; Alle genannten Produkte sind Schuldverschreibungen der UniCredit Bank AG. Bei deren Insolvenz, also Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, drohen hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.

Information zur Funktionsweise des Produkts
Stand: 16.11.2016
Quelle: HypoVereinsbank onemarkets

Bildnachweise:

  • Shutterstock: Antony McAulay
  • Apple Inc.
  • picture alliance: Daniel Reinhardt

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag Trio mit spannenden Aussichten erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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