Unicredit Kolumne

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Amazon – Onlinehändler hält am Wachstumskurs fest!

05.01.2017

Die Aktie des Onlinehändlers Amazon hat sich in den vergangenen fünf Jahren rund verfünffacht. Historische Betrachtungen sind kein Indiz für künftige Entwicklungen. Ende Januar wird Amazon Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlichen. Angesichts des jüngsten Gewinntrends sind nach Angaben von Thomson Reuters die meisten Analysten mittelfristig weiter optimistisch gestimmt.

Als Jeff Bezos 1995 sein erstes Buch über die Internetplattform Amazon verkaufte, steckte das World Wide Web noch in den Kinderschuhen. Für Microsoft-Gründer Bill Gates war es anfangs gar nur ein Hype. Rund 20 Jahre später ist Amazon nach eigenen Angaben der Onlinehändler mit dem weltweit größten Angebot. Bücher, Elektronikgeräte und Kosmetikartikel bis hin zu Autozubehör, Möbel, Sportartikel, Mode und Lebensmittel können bequem von der Couch mit wenigen Mausklicks und rund um die Uhr bestellt werden. Der Kauf per Mausklick ist nicht mehr wegzudenken. Dabei beschränkt sich Bezos längst nicht mehr nur auf den Handel.

Mit Prime-Service und Cloud in den Gewinn

Über Amazon Video gibt es via Internet Klassiker, Serien und Kinohits ins Wohnzimmer und mit Amazon Music macht Bezos nun auch den Musik-Streamingdiensten von Spotify und Apple Konkurrenz. Zum Wachstumstreiber entpuppt sich unter anderem die Prime-Mitgliedschaft. Für 99 Dollar im Jahr genießt man schließlich einige Vergünstigungen. So bekommen Prime-Kunden die bestellten Waren meist früher. Zudem können sie besondere Services wie den Music-Streamingdienst kostenlos nutzen beziehungsweise zahlreiche Filme kostenlos ansehen. Konkrete Daten zu den Kundenzahlen veröffentlicht Amazon nicht. Das Analystenhaus Consumer Intelligence Research Partners (CIRP) errechnete für eine Studie, dass Amazon Ende September über 65 Millionen Kunden allein in den USA hat. Bezos Plan sieht vor die Zahl weiter zu steigern. Schließlich geben Prime-Kunden jährlich doppelt so viel bei Amazon aus wie Nicht-Prime-Kunden.

Neben dem Handel- und Entertainmentbereich hat Bezos das Cloudgeschäft für Privat- und Firmenkunden schrittweise ausgebaut. Im wachstumsträchtigen Cloudgeschäft zählt Amazon inzwischen zu den größten der Branche. Zudem entpuppt sich dieser Bereich als Gewinnmaschine. So konnte Amazon in den zurückliegenden Quartalen nicht nur stetig den  Umsatz steigern. Vielmehr erwirtschaftet der Konzern nun nachhaltig Gewinn.

Indien und eigene Logistik im Fokus

Nach Angaben von Thomson Reuters ist ein großer Teil der Analysten mittelfristig weiter optimistisch gestimmt. So soll mit Rabatt- und Prämien-Aktionen die Kundenzahl weiter gesteigert werden. Der CIRP-Studie zufolge sind in den USA gerade einmal ein Drittel der 18- bis 64-jährigen Prime-Kunden. Das birgt somit weiteres Wachstumspotenzial am Heimatmarkt. Ähnliche Aktionen wird es auch in den übrigen Ländern geben. Ende 2016 startete Amazon derweil den Prime-Service in Indien. Einem Bericht von Google Inc und AT Kearney zufolge wird Shopping per Internet 2020 in Indien rund 25 Prozent zum Gesamtmarkt beisteuern und die Zahl der Online-Shopper auf 175 Millionen steigen. Von diesem Wachstum will Amazon profitieren. Gleichzeitig baut Amazon das Angebot an Filmen, Serien und Shows stetig aus und bietet künftig ein Video-only-Abonnement für 8,99 Dollar pro Monat. So will Amazon Konkurrenten wie Netflix Paroli bieten.

Parallel zur Expansion in neue Regionen und neue Segmente drückt der Onlinehändler verstärkt auf die Kostenbremse. Eines der größten Kostenblöcke ist die Versendung der Waren. Hier übernimmt Amazon nun immer mehr Aufgaben der Logistiker und least inzwischen Fahrzeuge und Flugzeuge zum eigenen Transport. In Deutschland und anderen Ländern plant Amazon gar den Aufbau eines eigenen Zustelldienstes und den Einsatz eigener Drohnen. Auf diese Weise sollen die Kosten nachhaltig gesenkt werden.

Frei von Risiken ist allerdings auch die Aktie von Amazon nicht. Turbulenzen an den Börsen könnten die Aktie ebenso unter Druck setzen wie ein signifikant nachlassendes Wachstum von Umsatz und Gewinn. Schließlich wird die Aktie inzwischen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 81,3 (Quelle: Thomson Reuters) bewertet.

Charttechnischer Ausblick: Amazon

Widerstandsmarken: 770/780/850 USD

Unterstützungsmarken: 720/750 USD

Die Aktie von Amazon bildet langfristig einen Aufwärtstrend. Seit Ende Oktober ist das Papier allerdings auf Konsolidierungskurs und bildet ein Dreieck mit oberer Begrenzung bei rund 770 USD und Unterstützung bei rund 750 USD. Gelingt der Ausbruch über die Widerstandszone 770/780 USD besteht die Chance auf eine nachhaltige Erholung bis zum Allzeithoch bei 820 USD. Im Bereich von 720/750 USD zeigt die Aktie eine starke Unterstützung. Die Bären dürften frühestens bei Unterschreiten dieser Zone das Ruder übernehmen.

Amazon in USD; Tageschart (1 Kerze = 1 Tag)

20170105_amazon_short
Betrachtungszeitraum: 15.04.2016 – 04.01.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

Amazon in USD Wochenchart (1 Kerze = 1 Woche)

20170105_amazon_long

Betrachtungszeitraum: 05.01.2012 – 04.01.2017. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle: tradingdesk.onemarkets.de

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Der Beitrag Amazon – Onlinehändler hält am Wachstumskurs fest! erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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