Unicredit Kolumne

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Entspannt in den Urlaub

28.07.2015

Die Griechenland-Krise sorgte in den vergangenen Wochen fu?r so manche Kursturbulenzen. Wie Anleger mit Put-Optionsscheinen die Chance haben, ihr Depot vor bo?sen U?berraschungen zu schu?tzen.

onemarkets MagazinDie Ferienzeit hat begonnen und zahlreiche Anleger freuen sich schon auf ihre verdiente Urlaubsreise. Und doch bleibt ha?ufig ein ungutes Gefu?hl. Denn fernab der Heimat la?sst sich das Depot meistens nicht mit der Sorgfalt u?berwachen, wie man es gerne ha?tte oder wie es vielleicht notwendig wa?re. Groß ist der Frust nach der Ru?ckkehr, sollte es an den Ma?rkten tatsa?chlich zu sta?rkeren Kursturbulenzen gekommen sein. Wer sich vor bo?sen U?berraschungen schu?tzen will, kann bestimmte Depotpositionen vor Reiseantritt mit Put-Optionsscheinen absichern. Diese Produkte profitieren mit einem Hebel von fallenden Kursen.

Absicherungsbeispiel

Wie eine Absicherung mit Put-Optionsscheinen funktionieren kann, soll folgendes Beispiel veranschaulichen: Angenommen, in einem Depot befindet sich ein Index-Zertifikat auf den DAX® mit einem aktuellen Wert von 20.000 Euro, das der Anleger bis zum 1. September 2015 vor Kursverlusten schu?tzen will. Wie viele Puts mu?sste er kaufen, um am Ende des Absicherungszeitraums den Schaden ausgleichen zu ko?nnen, den er bei einem mo?glichen Kursru?ckgang des DAX® unter das aktuelle Niveau erleiden wu?rde? Die passende Stu?ckzahl la?sst sich relativ einfach ermitteln. Zuna?chst muss die DAX®-Position in Ho?he von 20.000 Euro durch den aktuellen Indexstand von 11.750 Punkten (Stand: 20. Juli 2015) dividiert werden. Im na?chsten Schritt wird das Ergebnis durch das Bezugsverha?ltnis, das sich bei Optionsscheinen auf den DAX® in der Regel auf 0,01 bela?uft, geteilt. Damit steht fest: Fu?r eine Vollabsicherung wa?ren in diesem Beispiel 170 Put-Optionsscheine zu einem Basispreis von 11.750 Punkten notwendig. Ein Blick auf die Angebotspalette von HypoVereinsbank onemarkets zeigt, dass ein Put-Optionsschein auf den DAX®, dessen letzter Bewertungstag der 1. September 2015 ist und dessen Basispreis auf Ho?he des aktuellen DAX®-Standes liegt, derzeit 2,74 Euro kostet (ISIN DE000HY77B83; Briefkurs vom 20. Juli 2015, 10:45 Uhr). Bei 170 Stu?ck ergibt das einen Mitteleinsatz von 465,80 Euro (ohne sonstige Kosten wie Ordergebu?hren). Auf den aktuellen Wert der DAX®-Position von 20.000 Euro bezogen, betra?gt die „Versicherungspra?mie“ demnach 2,3 Prozent.

Szenarien am Laufzeitende

Betrachten wir, was passiert, wenn der Anleger am 1. September 2015 aus dem Urlaub zuru?ckkommt. Angenommen, der DAX® ist tatsa?chlich gefallen und zwar relativ stark um etwa zehn Prozent auf 10.575 Punkte. Seine DAX®-Position wa?re dann nur noch rund 18.000 Euro wert. Er ha?tte also einen (Buch-)Verlust von ca. 2.000 Euro erlitten. Auf der anderen Seite wa?ren die Put-Optionsscheine kra?ftig gestiegen und zwar auf den mo?glichen Wert von 11,75 Euro je Stu?ck am letzten Bewertungstag (1. September 2015). Bei 170 Scheinen wu?rde das einem Wert von knapp 2.000 Euro entsprechen. Damit wa?re der Verlust aus dem Kursru?ckgang des DAX® kompensiert. Nehmen wir nun umgekehrt an, dass der deutsche Leitindex bis zum letzten Bewertungstag der Put-Optionsscheine um fu?nf Prozent auf 12.338 Punkte gestiegen ist. Das DAX®-Zertifikat ha?tte sich im Wert dann um ca. 1.000 Euro auf rund 21.000 Euro erho?ht. Die Put-Optionsscheine wa?ren dagegen wertlos verfallen.

Der Preis fu?r die Absicherung

Wichtig zu wissen ist, dass der urspru?ngliche Kapitaleinsatz fu?r Put-Optionsscheine in Ho?he von 465,80 Euro als Preis fu?r die Absicherung zu sehen ist. Das mag manchem Anleger als „Schutzpra?mie“ ziemlich hoch erscheinen. Das liegt zum einen daran, dass Optionsscheine, die am Geld notieren, nur aus Zeitwert bestehen, der sich bis zum Laufzeitende komplett abbaut. Zum anderen sorgte die Griechenland-Krise in den vergangenen Wochen an den Aktienma?rkten fu?r sta?rkere Kursschwankungen mit der Folge, dass die implizite Volatilita?t (Kennzahl fu?r die Ha?ufigkeit und Intensita?t von Preisschwankungen eines Basiswerts; auf der Grundlage von prognostizierten Preisen des Basiswerts errechnet) und damit der Zeitwert von Put-Optionsscheinen gestiegen sind. Man ko?nnte es auch so ausdru?cken: In Zeiten starker Kursschwankungen ist die Absicherung mit Put-Optionsscheinen teurer als in ruhigen Marktphasen. Aktuell sind die Scheine zwar keine Schna?ppchen. Indikator fu?r die Versicherungspra?mie ist der VDAX new. Je ho?her das Volatilita?tsbarometer fu?r den DAX notiert, um so teurer sind die Scheine. Alternativ zu Put-Optionsscheinen kann auch der der Einsatz von Knock-out-Produkten wie Turbo-Bear-Papieren die Chancen auf eine Absicherung von Depotpositionen bieten. Ein Merkmal dieser Produkte ist, dass sie praktisch nur aus einem inneren Wert bestehen, also keinen oder kaum einen Zeitwert enthalten. Entsprechend billiger ist in der Regel eine Absicherung. Allerdings besteht bei Turbos das Risiko, dass sie wa?hrend der Laufzeit ausgeknockt werden ko?nnen und wertlos verfallen.

Hinweis: Hebelprodukte sind Schuldverschreibungen des Emittenten. Bei Insolvenz, also Zahlungsunfa?higkeit oder U?berschuldung, drohen hohen Verluste bis hin zum Totalverlust.

Bildnachweis:

@ Boris-Ternovoy

Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss.

Für Produktinformationen sind allein maßgeblich der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen. Alle Produktunterlagen und Informationen unter: www.onemarkets.de.

Funktionsweisen der HVB Produkte.

Der Beitrag Entspannt in den Urlaub erschien zuerst auf onemarkets Blog (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG).

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