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7C Solarparken: Die zweite Welle

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Ein Großteil der börsennotierten Unternehmen aus der deutschen Photovoltaikindustrie musste Insolvenz anmelden, im besten Fall wurden zumindest noch die wesentlichen Assets von kapitalkräftigen asiatischen Investoren übernommen. Vereinzelt entstehen auf diesem Trümmerfeld aber neue Geschäftsmodelle, die die sich immer noch bietenden Chancen in dem Sektor geschickt nutzen. Ein gutes Beispiel dafür ist die 7C Solarparken AG, die aus der Colexon Energy AG hervorgegangen ist.

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Colexon Energy zählte hierzulande zu den großen Projektentwicklern für Photovoltaikanlagen. Die drastische Kürzung der Förderung in Deutschland und anderen europäischen Ländern bescherte dem Unternehmen hohe Verluste und erforderte eine Neuausrichtung. Schließlich hat sich die Gesellschaft auf den Betrieb bestehender Solarparks fokussiert, hier existierte aus der Zeit als Projektentwickler schon ein substanzieller Eigenbestand. Die für ein börsennotiertes Unternehmen notwendige Mindest-Portfoliogröße wurde dann formal mit der Übernahme des belgischen Unternehmens Solarparken NV erreicht, die im Anschluss auch als Namensgeber des Gesamtkonzerns fungierte. Dabei handelte es sich allerdings um ein sog. „Reverse Takeover“, durch eine große Kapitalerhöhung im Zuge der Transaktion haben die vormaligen Eigner der neuen Tochter mehr als 70 % der Anteile an der Aktiengesellschaft erhalten.

Damit hat die AG einen neuen illustren Großaktionär hinzugewonnen: Rodolphe de Spoelberch, dessen Familie die treibende Kraft beim Brauereigiganten Inbev ist, hält nun etwas mehr als 10 % der Anteile. Auf rund 7 % kommt Steven De Proost, der Gründer von 7C Solarparken, der zudem Mitte letzten Jahres den Posten des CEO der börsennotierten Gesellschaft übernommen hat.

Durch die Fusion von Colexon und Solarparken kann das Unternehmen nun ein Portfolio mit einer stattlichen Größe vorweisen. Zum Besitz zählen Solarparks mit einer Gesamtleistung von mehr als 71 MWp, der Großteil davon ist in relativ sonnenreichen Gegenden in Bayern und Sachsen angesiedelt. Für die Einnahmegenerierung spielt daher auch das deutsche Fördersystem eine wichtige Rolle, im Durchschnitt liegt die Restlaufzeit für die zugesicherte Einspeisevergütung nach dem EEG noch bei etwa 16 Jahren. Damit ist für diese Zeit aus dem Bestand ein EBITDA von mehr als 20 Mio. Euro pro Jahr gesichert.

Der Track Record, den die übernommene belgische Gesellschaft auf dem Weg dahin demonstriert hat, ist beeindruckend. Vom Januar 2011 bis zum Herbst 2014 konnte das Portfolio durch Übernahmen von 5 auf 45 MWp ausgebaut werden, finanziert durch mehrere Kapitalerhöhungen. Trotz dieser Verwässerung wurde Cashflow je Aktie in dieser Zeit verdoppelt, was für eine erhebliche Wertsteigerung sorgte. Dieser Weg soll auch für das künftige Wachstum beschritten werden. Während der Neubau weiterer Parks finanziell nicht lukrativ genug ist, wird sich 7C weiterhin auf die Übernahme bestehender Anlagen konzentrieren. Für eine Wertsteigerung sorgen im Anschluss eine Restrukturierung der Finanzierung und eine Optimierung der Anlage, außerdem kann das Unternehmen im Betrieb Skaleneffekte realisieren. Als zweites Standbein erwirbt das 7C zudem Grundstücke (PV Estate), auf denen Solarparks von anderen Unternehmen betrieben werden.

Auf pro-forma-Basis hat das fusionierte Unternehmen damit 2014 Erlöse von…

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