Die Aktie von Mutares gehörte bereits 2015 zu den Highlights in unserem Nebenwerte-Depot. Nach einer steilen Rally und einer in Relation dazu moderaten Konsolidierung bis Ende November hat der Titel im Dezember noch einmal einen Rückschlag erlitten, was auf die Nachrichtenlage zum Pipelineprojekt Nordstream 2 zurückzuführen sein dürfte. Insgesamt sehen wir Mutares sehr gut aufgestellt, eine Realisation von Nordstream stellt für 2016 eine große Zusatzchance dar.
Das Geschäftsjahr 2015 dürfte für Mutares nach zwei kleineren Exits und vier Zukäufen erfolgreich verlaufen sein. Bereits nach neun Monaten konnte der Sanierungsspezialist auf Konzernebene einen Umsatzanstieg von 6 % auf 475,3 Mio. Euro vorweisen, das EBITDA erhöhte sich überproportional um 75,3 % auf 19,2 Mio. Euro. Basis der Ertragssteigerung waren operative Fortschritte bei zahlreichen Beteiligungen. Mit einer Ausnahme befinden sich sämtliche Portfoliounternehmen auf Wachstumskurs, die Perlen im Bestand sind Elastomer (Produzent von Gummiformteilen für die Automobilindustrie), STS Acoustics (Hersteller von Lösungen zur Schall- und Wärmedämmung im Motor- und Innenraum) und Eupec (Spezialist für die Beschichtung von Öl- und Gaspipelines).
Den Beitrag allein dieser drei Unternehmen zum Net Asset Value (351 Mio. Euro) hat Mutares im September auf rund 220 Mio. Euro beziffert, der Großteil davon entfällt auf Eupec. Die Gesellschaft hat sich seit der Übernahme sehr gut entwickelt, in den nächsten Monaten könnte sie nun den Zuschlag für ein Großprojekt erhalten, nämlich die Beschichtung der beiden neuen geplanten Leitungen der Ostsee-Gaspipeline Nordstream. Das würde den Firmenwert kräftig erhöhen und wäre eine Steilvorlage für einen lukrativen Exit. Das Projekt ist in der EU allerdings umstritten und könnte politisch noch ausgebremst werden.
Insgesamt sehen wir im Portfolio von Mutares mehrere Kandidaten für einen gewinnträchtigen Verkauf in 2016. Besonderes spannend ist die weitere Entwicklung von Eupec, eine Realisierung von…
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