Auch ohne Kriegsgewinner-Fantasie hat die Hochtief-Aktie im bisherigen Jahresverlauf ein Plus von fast 40 Prozent eingefahren. Wobei: Dass ein Wiederaufbau in der Ukraine und bei den Golfstaaten nach Kriegsende komplett an den Essenern vorbeigehen wird, ist aufgrund deren äußerst starken globalen Aufstellung eher unwahrscheinlich.
Rechenzentren treiben Umsatz
Das regional breit aufgestellte Geschäft von Hochtief fußt auf den beiden Tochterunternehmen Turner und CIMIC. Während Turner aus den USA heraus arbeitet, bildet CIMIC den Bereich Australien, Ozeanien und Asien ab. Zuletzt gewann das Unternehmen einen großen Auftrag für den Bau eines Datencenters in Malysia
Breite Angebotspalette
Neben der regionalen Breite hält Hochtief auch die strategischen Versprechen ein: Da, wo das Unternehmen vorgibt, stark zu sein, ist es auch stark. Neben dem Bau von Rechenzentren und Energie-Infrastruktur ist dies der Defence-Bereich. Neben Projekten in Deutschland durften sich Anleger zuletzt über den Auftrag zur Modernisierung eines Militärflughafens in der Tschechischen Republik freuen. Dass das klassische Geschäft ebenfalls floriert, zeigt der Milliardenauftrag für die Erweiterung der Prager U-Bahn.
Fazit
Die Aktie von Hochtief hat bei einem Kurs von rund 458 Euro auf Basis durchschnittlicher Schätzungen ein KGV von gut 30. Das ist nicht günstig und spiegelt bereits die Erwartung wider, dass selbst der starke Unternehmensausblick für 2026 eher die Untergrenze des Erreichbaren darstellt. Bislang gelang es den Essenern stets, die vorausgeeilte Bewertung fundamental zu untermauern. Am 29. April ist die Hauptversammlung. Da am 11. Mai die Q1-Zahlen anstehen, dürfte es da bereits eine grobe Aussage zur bisherigen Geschäftsentwicklung geben. Das könnte Volatilität bedeuten. Bislang waren Kursrücksetzer aber stets Kaufgelegenheiten.
Als Kaufgelegenheit könnte sich im Nachhinein das aktuelle Niveau bei LAIQON herausstellen. Denn das Unternehmen hat in den letzten Jahren erhebliche Vorleistungen zur Vorbereitung eines starken Wachstums erbracht und schickt sich nun an, die Früchte dieser Arbeit einzufahren. Doch die Börse zeigt sich noch zurückhaltend: https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/laiqon-finanzierungsmassnahmen-schreiten-voran-15614333
Eine zunehmende Diskrepanz zwischen den fundamentalen Entwicklungen und der Kursentwicklung gibt es auch bei der JDC Group. Während nämlich die Zahlen für 2025 wie auch der Ausblick auf 2026 überzeugen, musste die Aktie in den letzten Wochen deutlich Federn lassen. Doch nun könnten sich häufende Insiderkäufe sowie ein Aktienrückkauf eine Trendumkehr einleiten: https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/jdc-group-das-koennte-jetzt-die-wende-sein-15614399
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.365 Prozent oder 14,1 Prozent p.a. (Stand: 18.04.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 20.04.26 um 12:40 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: https://www.finanzen.net/smartcaps-redaktion
Bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu möglichen Interessenskonflikten






