clearvise: Hohes Tempo

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Im Gegensatz zum Vorjahr haben schlechte Windverhältnisse bei der clearvise AG laut SMC-Research für einen Produktionsrückgang in 2021 gesorgt. Unabhängig von den Wetterschwankungen verfolge das Unternehmen aus Sicht von SMC-Analyst Holger Steffen aber eine sehr dynamische Expansionsstrategie, die auch vor dem Hintergrund der angespannten Energiemärkte Aufwärtspotenzial für die Aktie biete.

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Die clearvise AG verfüge nach Darstellung von SMC-Research über ein großes Portfolio von Erzeugungskapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien, das im letzten Jahr noch größtenteils aus Windparks bestanden habe. Deutlich unterdurchschnittliche Windverhältnisse haben laut dem Researchhaus die Produktion und damit auch die Umsatz- und Erlösentwicklung in 2021 geschmälert. Im November habe das Management deswegen die Jahresprognosen zurücknehmen müssen, u.a. sei die Zielspanne für die Produktion von zuvor 389 bis 415 Mio. kWh auf 366,2 bis 370 Mio. kWh reduziert worden. Letztlich sei ein Output von 366,5 Mio. kWh erzielt worden. Infolgedessen könnte nach Ansicht der Analysten auch das EBITDA am unteren Ende der im November von 23,3 bis 27,4 Mio. Euro auf 20,2 bis 20,5 Mio. Euro reduzierten Spanne liegen (die Umsatz und Ertragszahlen seien noch nicht veröffentlicht worden).

Derartige Wetterschwankungen gehörten aber zum Geschäft, im Jahr davor seien die Resultate noch überdurchschnittlich ausgefallen und im Januar und Februar 2022 habe das Unternehmen wieder ein Produktionsplus von 7 Prozent bzw. 32 Prozent zum Vorjahr verzeichnet. Abseits dieses Wettereinflusses verfolge das Management seit anderthalb Jahren eine klare Wachstumsstrategie – und könne schon beachtliche Erfolge vorweisen. Im letzten Jahr sei das Portfolio um mehr als 30 Prozent auf knapp 200 MW ausgebaut worden, die vertraglich bereits gesicherte Kapazität betrage sogar schon mehr als 350 MW. Davon entfalle schon etwa die Hälfte auf Photovoltaik. Damit sei der Gesellschaft ein fulminanter Einstieg in den erst 2021 neu erschlossenen Bereich gelungen, der einen wichtigen Beitrag zur Diversifikation der Produktion leiste.

Der Wachstumsprozess solle weiter fortgesetzt werden und in einer Portfoliokapazität von 750 MW im Jahr 2025 münden. Eine bis dahin zusätzlich aufgebaute Pipeline von 250 MW könnte im Anschluss dann den Sprung in die Gigawattklasse ermöglichen. Die Analysten stufen die Pläne als gut erreichbar ein.

An der Börse habe das noch keine angemessene Resonanz gefunden. Nach Einschätzung der Analysten sei der Fokus aktuell einseitig auf die niedrigen Renditen von neuen Projekten und auf die schwachen Produktionszahlen im letzten Jahr gerichtet. Durch den starken Anstieg der Strompreise, der sich in Deutschland (auch wegen der weiteren Abschaltung von Grundlastkapazitäten) zumindest teilweise als nachhaltig erweisen könnte, seien Erzeugungsportfolios aber wertvoller geworden, was die Aktie noch nicht widerspiegele. Außerdem trauen die Analysten clearvise zu, mit der durchdachten Expansionsstrategie und der Fokussierung auf Nischenprojekte im Bereich von 5 bis 50 MW überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Das haben sie in ihrem Bewertungsmodell abgebildet, das aktuell einen fairen Wert von 3,90 Euro je Aktie und damit ein hohes Kurspotenzial anzeige. Sie bekräftigen daher ihre Einschätzung mit „Buy“.

(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 21.03.2022 um 11:05 Uhr)

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Hinweise nach Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958

Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 21.03.2022 um 9:45 Uhr fertiggestellt und am 21.03.2022 um 10:15 Uhr von sc-consult GmbH (SMC-Research) erstmals veröffentlicht.

Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: http://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2022/03/2022-03-21-SMC-Studie-clearvise_frei.pdf

Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.

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