Accentro Real Estate: Licht und Schatten

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Laut SMC-Research hatte die Nachrichtenlage der letzten Monate bei der Accentro Real Estate AG Licht und Schatten. Während das Geschäftsjahr 2020 unter den Erwartungen ausgefallen sei, berichte Accentro für die ersten Monate 2021 von einer sehr hohen Dynamik im Privatisierungsgeschäft. Der SMC-Analyst Adam Jakubowski hat daraufhin seine Schätzungen an mehreren Stellen angepasst, bleibt aber bei seinem Urteil „Buy“.

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Nach Darstellung von SMC-Research habe die Nachrichtenlage der letzten Monate bei Accentro Licht und Schatten geworfen. Während der Jahresabschluss 2020 hinter der Management-Guidance und unter den Erwartungen der Analysten ausgefallen sei, scheine die grundsätzliche operative Dynamik nicht nur nicht abzuflachen, sondern sogar noch zuzunehmen.

So habe Accentro im ersten Quartal im Zuge des Einzelverkaufs 134 Einheiten im Wert von 51,4 Mio. Euro privatisieren können, nach 26,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Besonders stark sei das Geschäft im März gewesen, der damit zum erfolgreichsten Monat der Unternehmensgeschichte wurde (im Privatisierungsgeschäft). Auch für April berichte Accentro von einer anhaltend starken Dynamik.

Die Summe der Verkäufe aus dem ersten Quartal und der große Überhang an Verkäufen aus 2020, die erst nach dem Jahreswechsel umsatzwirksam gewesen seien, habe sich somit schon per Ende März auf fast 90 Mio. Euro belaufen. Auf dieser Grundlage wolle Accentro dieses Jahr 170 bis 200 Mio. Euro erlösen und ein EBIT zwischen 45 und 50 Mio. Euro erwirtschaften.

Dieses Ziel wolle Accentro ungeachtet der jüngst abgesagten Übernahme des Immobilienverwalters DIM Holding erreichen. Auch die strategische Zielsetzung, das Geschäftsmodell stärker zu diversifizieren und dabei sowohl den Immobilienbestand als auch den Anteil von Dienstleistungserlösen zu steigern, bleibe erhalten.

Damit solle auch die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells gegen regulatorische Eingriffe erhöht werden. So habe sich die nun gesetzlich geschaffene Möglichkeit, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen behördlich zu erschweren, perspektivisch nachteilig auf die Wachstumspotenziale im Privatisierungsgeschäft auswirken können. Kurzfristig dürfte dies Accentro wenig belasten, weil das Unternehmen einen sehr großen Vorrat an bereits privatisierungsfähigen Wohnungen besitze, deren Wert durch die regulierungsbedingte Verknappung des Angebots an Eigentumswohnungen sogar noch weiter zunehmen dürfte.

In Reaktion auf die Zahlen, die Prognose, die Absage der Akquisition und die Entwicklung im Regulierungsumfeld haben die Analysten ihre Schätzungen an mehreren Stellen angepasst, wodurch sich das Kursziel auf nun 13,20 Euro ermäßigt habe (bisher 15,00 Euro). In Relation zum aktuellen Kurs signalisiere das Kursziel aber weiterhin ein hohes Kurspotenzial, genauso wie der von Accentro veröffentlichte NAV je Aktie, der zum Jahreswechsel etwas über 12,00 Euro gelegen habe. Vor diesem Hintergrund bestätigen die Analysten ihr Urteil „Buy“.

(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 25.05.2021 um 9:13 Uhr)

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Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 24.05.2021 um 13:40 Uhr fertiggestellt und am 25.05.2021 um 8:30 Uhr von sc-consult GmbH (SMC-Research) erstmals veröffentlicht.

Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: http://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2021/05/2021-05-25-SMC-Update-Accentro_frei.pdf

Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung der Interessenkonflikte findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.

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