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Tesla Motors: Die Giga-Rally stockt

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Es war der vorläufige Schlusspunkt einer beeindruckenden Rally: Tesla Motors hat spektakuläre Pläne für die Gigafactory bekanntgegeben, in der Lithium-Ionen-Batterien in hohen Stückzahlen produziert werden sollen. Seitdem befindet sich die Aktie im Konsolidierungsmodus, dieser könnte noch etwas anhalten.

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Die Gigafactory soll 2017 in Betrieb gehen und schon 2020 so viele Lithium-Ionen-Batterien produzieren, wie aktuell weltweit hergestellt werden. Bis zu 5 Mrd. US-Dollar soll das Werk kosten, 2 Mrd. US-Dollar will Tesla Motors selbst aufbringen. Diese konnten in der letzten Woche durch die Platzierung von zwei Wandelanleihen-Tranchen bereits eingesammelt werden. Tesla muss dabei nur Minizinsen von 0,25 Prozent p.a. (5 Jahre Laufzeit) bzw. 1,25 Prozent (7 Jahre Laufzeit) einbringen und konnte die Papiere zudem mit einem Tauschpremium von 42,5 Prozent auf den aktuellen Tesla-Kurs platzieren. Dabei wurde das Platzierungsvolumen wegen der hohen Nachfrage sogar noch ausgeweitet - das spricht für eine hohe Zuversicht institutioneller Investoren in die Tesla-Pläne.

Den restlichen Betrag sollen Partner beisteuern, heiß gehandelt wird Teslas Batterielieferant Panasonic, bestätigt wurde dies aber noch nicht.

Natürlich schafft so ein Projekt gigantische Wachstumsphantasie, die anvisierte Kostensenkung für Lithium-Ionen-Batterien von 30 Prozent könnte den Markt für das Erzeugnis enorm erweitern, den Elektroautomobilen würde sich so der Massenmarkt öffnen. Ab einer Reduktion von 70 Prozent wäre die Batterie nach Analystenschätzungen sogar für Haushalte als Stromspeichermöglichkeit attraktiv - ein gigantischer Markt.

Dennoch sind die Pläne ambitioniert (auch wenn Tesla Chef Elon Musk durchaus unter Beweis gestellt hat, dass er auch verrückt klingende Großvorhaben umsetzen kann) und haben schnell die Kritiker mobilisiert.

So könnten die Kostensenkungsziele verfehlt werden, oder es setzt sich in der Zwischenzeit ein anderes Konzept im Bereich der (Elektro-)Mobilität durch. Merrill Lynch, ein chronischer Bär bei Tesla, hat zudem darauf hingewiesen, dass zuletzt Studien die Sorgen um mögliche Umwelt- und Gesundheitsbelastungen durch Lithium-Ionen-Batterien geschürt haben.

Letztlich sind dies aber nichts anderes als die üblichen Risiken bei derartigen Großvorhaben. Tesla Motors legt in seinem Kerngeschäft ein beachtliches Tempo vor, und es scheint nicht sehr wahrscheinlich, dass das Unternehmen dabei von der Konkurrenz überholt wird.

Kurzfristig ist die Aktie dennoch weiter konsolidierungsreif, denn beim kürzlich markierten Allzeithoch von 265 US-Dollar war sie massiv überkauft - ein Zustand, der bislang nur leicht korrigiert wurde. Zwischen 220 und 228 US-Dollar besteht ein großes Gap (resultierend aus der Ankündigung der Pläne für die Gigafactory), dieses könnte den Kurs magisch anziehen.

Mittelfristig scheint es aber riskant, den Liebling der Anleger zu shorten. Zwar erscheint die aktuelle Marktkapitalisierung in Höhe von 30 Mrd. US-Dollar sehr ambitioniert, die Börsianer könnten aber durchaus auch auf den Einfall kommen, die spektakuläre und einzigartige Wachstumsstory von Tesla Motors mit 50 Mrd. US-Dollar zu bewerten - warum nicht? Der steile Aufwärtstrend spricht in jedem Fall für die Aktie.

Anzeige: Wer auf eine Fortsetzung der kurzfristigen Korrektur bei Tesla Motors bis zum Gap zwischen 220 und 228 US-Dollar setzen will, kann dafür ein Short-Hebelzertifikat der Deutschen Bank mit einem Hebel von 3,3 nutzen. Die Barriere liegt bei 304 US-Dollar.

Bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu möglichen Interessenskonflikten
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