EQS Group AG: Bewertungsspielraum ausgereizt

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Die EQS Group AG hat laut GSC Research weiterhin großes Potenzial und das passende Geschäftsmodell für die Zukunft. Auch wenn mittelfristig mit einer kontinuierlichen Margenerholung zu rechnen sei, schätzen die Analysten von GSC Research das Unternehmen momentan aber als zu teuer ein. Dementsprechend sei die Einstufung gesenkt worden.

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GSC Research sei unverändert von der grundsätzlichen Wachstumsstory der EQS Group AG mit ihrem Cash-Flow-starken Geschäftsmodell überzeugt. Die Internationalisierung sowie die grundsätzlichen Markttreiber wie die verstärkten Regulierungen oder die Anforderungen an Best-Practise-Lösungen der Emittenten werden nach Einschätzung der Analysten die Tragsäulen zu weiterem Wachstum in den kommenden Jahren sein. Dabei verfüge der Konzern als führender Anbieter über bewährte Tools, die sich nach Darstellung der Analysten leicht an neue Märkte adaptieren ließen und so auch über gezielte Akquisitionen zu erheblichen Synergien führen würden.

Seit 2008 habe sich die EBIT-Marge der Gesellschaft von 33,5 Prozent sukzessive auf nur noch 10,2 Prozent in 2016 reduziert. Der mittelfristige Ausblick deute nun darauf hin, dass im aktuellen Geschäftsjahr der Tiefpunkt erreicht werde und es fortan zu einer kontinuierlichen Margenerholung komme. Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Auslandsmärkte nach Aussage der Analysten mit steigenden Umsatzvolumina die Gewinnschwelle erreichen und diese mit fortschreitendem Wachstum auch deutlich überschreiten würden, erscheine der Ausblick logisch.

EQS Group
EQS Group Chart
Kursanbieter: L&S RT

So stehe den neuen Aufbaumärkten in den kommenden Jahren ein immer größer werdendes Erlösvolumen gegenüber, das bereits ansehnliche positive Ergebnisse erziele und somit den Verwässerungseffekt auf die Konzernmarge kontinuierlich reduziere.

Auf Basis der unveränderten Schätzungen erachte das Researchhaus die aktuelle Bewertung der Aktie mit einem KGV von 51 für 2017 und 33 für 2018 als weitgehend ausgereizt. Die Dividendenrendite betrage 1,3 Prozent. Auch wenn es sich bei EQS nach Meinung der Analysten um ein potenzialstarkes Unternehmen mit einem zukunftsträchtigen Geschäftsmodell handle, erscheine es bewertungsseitig jedoch auf dem derzeitigen Niveau zu teuer.

Vor diesem Hintergrund habe GSC Research die Einstufung für die EQS-Aktie bei einem unveränderten Kursziel von 50 Euro von „Halten“ auf „Verkaufen“ zurückgestuft. Bereits engagierte Anleger, die das deutlich erhöhte Risiko von Gewinnmitnahmen bzw. temporären Kurskorrekturen in Kauf zu nehmen bereit seien, können nach Meinung der Analysten angesichts der positiven Zukunftsaussichten aber auch investiert bleiben. Das Researchhaus rate jedoch, Neuengagements bis zu potenziellen Kursrücksetzern mindestens in den Bereich unter 50 Euro, besser aber noch unter 45 Euro, zurückzustellen.

(Quelle: Aktien-Global-Researchguide)

Hinweis nach § 34b Abs. 2 WpHG: Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse kann unter folgender Adresse eingesehen werden:

http://www.gsc-research.de/uploads/tx_mfcgsc/artikel/2017-06-26_EQS.pdf

Die mit dem Ausgangsdokument verbundene Offenlegung nach § 34b Absatz 1 Satz 2 WpHG findet sich im Anhang / Disclaimer des Dokuments.

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