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EQS Group: Wachstumsinvestitionen drücken Ergebnis

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Die EQS Group AG hat nach Darstellung von GSC Research im dritten Quartal bei einem leicht gestiegenen Umsatz einen deutlichen EBIT-Rückgang hinnehmen müssen. Das spiegele aber nur die Investitionen in das künftige Wachstumspotenzial wider, die Aktie bleibe unverändert eine Halteposition.

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Nach teils akquisitionsbedingt hohen Wachstumsraten im ersten Halbjahr haben die die Umsätze des dritten Quartals 2015 mit 4,2 Mio. Euro nach Darstellung von GSC Research lediglich knapp über dem Vorjahreswert gelegen, was die Analysten angesichts rückläufiger bezogener Leistungen auf ein schwächeres Geschäft mit Mittelstandsanleihen zurückführen. Auf Sicht der ersten neun Monate weise EQS immer noch einen Zuwachs von 15 Prozent auf 13,2 Mio. Euro aus. Die organische Steigerung liege dabei angabegemäß bei rund 8 Prozent.

Nachdem zum ersten Halbjahr noch eine erfreuliche Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) zu verzeichnen gewesen sei, habe der Konzern hier im dritten Quartal einen deutlichen Rückgang berichten müssen. Hier würden sich jedoch die Investitionen in zukünftiges Wachstum bemerkbar machen. In Summe errechne sich nach neun Monaten ein EBIT-Rückgang um 17 Prozent auf 1,3 Mio. Euro.

Die Entwicklung der EQS Group AG liege nach den ersten drei Quartalen 2015 insgesamt im Rahmen der Erwartungen von GSC Research. Vor dem Hintergrund der unterjährigen Ergebnisverteilung mit einem Schwerpunkt der Ertragsrealisierung im Schlussquartal würden die vorgelegten Zahlen eine solide Basis darstellen, um die Gesamtjahresplanung gut erreichen zu können. Die Investitionen in die Internationalisierung würden sich in zahlreichen gewonnenen Neukunden sowohl in den etablierten Märkten wie der Schweiz, aber auch im derzeit schwierigen Markt Russland, sowie im erfolgreichen Hochlaufen in Asien zeigen.

Grundsätzlich sind die Analysten nach eigener Darstellung keine Freunde von Geschäftsmodellen, die stark von regulatorischen Eingriffen abhängig sind. Im Fall von EQS helfe jedoch jede Ausweitung der gesetzlichen Anforderungen an die Emittenten, da dies zumeist mit zusätzlichen Meldevorschriften oder Ähnlichem verbunden sei. Neben den anstehenden gesetzlichen Änderungen in Europa erwartet das Researchhaus analog zum Management auch in Shanghai nach den Marktturbulenzen im Laufe dieses Jahres zukünftig neue Regulierungen und höhere Transparenzanforderungen, so dass der dortige Markteintritt richtig und wichtig sei.

GSC Research bleibt daher weiterhin von der grundsätzlichen Wachstumsstory der EQS Group AG mit ihrem cashflow-starken Geschäftsmodell überzeugt. Die derzeitigen Vorleistungen für die Internationalisierung würden zwar temporär auf die Margenentwicklung drücken, werden nach Meinung der Analysten jedoch langfristig deutlich positive Auswirkungen haben.

Angesichts der beibehaltenen Gewinnprognosen, des positiven langfristigen Potenzials der Gesellschaft und der aktuellen Börsenbewertung bestätigt GSC Research das „Halten“-Votum für die EQS-Aktie mit einem unveränderten Kursziel von 32,50 Euro. Bei marktbedingten Kursrückgängen sollte jedoch nach Meinung der Analysten auch über den Aufbau bzw. die Aufstockung einer Position in dem Titel nachgedacht werden.

(Quelle: Aktien-Global-Researchguide)

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