Commerzbank: Restrukturierungen belasten noch

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Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 (per 31.12.) das operative Ergebnis klar verbessert, der Nettoverlust vergrößerte sich jedoch aufgrund von planmäßigen Restrukturierungsaufwendungen.
Wenngleich die Börse nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen die Aktie um rund 5 Prozent gen Süden schickte, ist wahrlich nicht alles negativ am jüngsten Zahlenwerk. Die Erträge stiegen im Halbjahr 2021 auf 4,35 Mrd. Euro (HJ 2020: 4,12 Mrd. Euro) und das operative Ergebnis verbesserte sich spürbar auf 570 Mio. Euro (HJ 2020: -74 Mio. Euro). Das Risikoergebnis lag bei lediglich -235 Mio. Euro (HJ 2020: -795 Mio. Euro).
Unterm Strich betrug das Nettoergebnis -394 Mio. Euro (HJ 2020: -107 Mio. Euro). Dieses beinhaltet jedoch planmäßige Restrukturierungsaufwendungen über 976 Mio. Euro im Rahmen der „Strategie 2024“. Hierin wiederum spiegeln sich die Abfindungszahlungen für den tiefgreifenden Mitarbeiterabbau wider. Für die Restrukturierung inklusive Mitarbeiterabbau hatte das Geldinstitut „etwas mehr als 2 Mrd. Euro“ veranschlagt. Gut 900 Millionen Euro wurden bereits in den vergangenen beiden Geschäftsjahren verbucht. Nun kommen in der ersten Jahreshälfte 2021 nochmals 976 Mio. Euro hinzu. Bleibt es bei der veranschlagten Summe, dann sollte der noch ausbleibende Rest für nicht allzu große Belastungen in der zweiten Jahreshälfte sorgen.
Der Halbjahresverlust ist auf den ersten Blick eine Enttäuschung. Unter der Prämisse, dass sich die Restrukturierungsaufwendungen nicht nennenswert gegenüber dem einstigen Plan erhöhen, dürfte die Commerzbank das Schlimmste hinter sich haben. Die Stimmung ist für Finanzwerte nach den jüngsten Stresstests in Europa grundsätzlich angespannt, daher beobachten wir weiter die Entwicklung.

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