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Am Ende reichte es doch noch für eine positive Überraschung bei K+S. Denn der Kali- und Salzproduzent konnte nach einem schwierigen Sommer im Abschlussquartal 2018 noch das Tempo anziehen und damit ...» weiterlesen

K+S: Neue Hoffnung?

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Zum Wochenbeginn zeigte sich der Dünger-und Salzproduzent K+S in überraschend starker Verfassung. Überraschend vor allem deshalb, weil das Unternehmen selbst eher negative Nachrichten melden musste. Doch ein Deal innerhalb der Kali-Branche sorgte für Auftrieb.

Für K+S gab es gute Nachrichten aus dem Osten. Denn der weißrussische Kaliproduzent Belarusian Potash Company einigte sich mit seinem Abnehmer Indian Potash Limited über einen neuen Liefervertrag bis Juni 2019. Das Besondere daran: Belarusian Potash konnte gegenüber dem indischen Abnehmer eine Preissteigerung um 50 Dollar je Tonne auf insgesamt 290 Dollar je Tonne durchsetzen.

Das lässt auch für andere Verhandlungen hoffen, die in den nächsten Monaten anstehen. Marktexperten rechnen damit, dass die Kaliproduzenten zwischen 30-70 Dollar je Tonne an Preissteigerungen durchsetzen können. Nach Jahren fallender Preise scheint nun das Preis-Pendel wieder umzuschlagen, was auch für anstehende Verhandlungen im riesigen Absatzmarkt China wichtig ist.

K+S
K+S Chart
Kursanbieter: L&S RT

Das trieb auch K+S an, obwohl das Unternehmen selbst eher negative Nachrichten verkünden musste. Aufgrund der andauernden Trockenheit muss K+S seine Kaliproduktion in Osthessen zurückfahren. Ein Werk hat vorerst sogar komplett die Produktion eingestellt. Das dürfte dem Kaliproduzenten rund 1,5 Millionen Euro EBITDA pro Tag kosten. Womit natürlich die bisherige Prognose eines EBITDA zwischen 660 bis 740 Millionen Euro für das Gesamtjahr zumindest unter Beobachtung gestellt werden muss.

Dennoch: Aktuell scheint im Markt der Optimismus zu überwiegen, dass K+S sich den Preissteigerungen für Kali auf dem internationalen Markt anschließen kann und damit auch die derzeitigen Einbußen zumindest in einem großen Umfang kompensieren könnte. Das liefert auch für die Charttechnik eine interessante Vorlage.

Gerade erst hatte die Aktie bei 18,78 Euro den tiefsten Stand seit November 2016 erreicht. Zwei positive Handelstage in Folge sollten dabei sicherlich nicht überbewertet werden. Sollte sich aber die Überzeugung festsetzen, dass K+S im Kalibereich in den nächsten Monaten eine bessere Figur macht, könnte sich hier zumindest ein erster Erholungsansatz ergeben.

Die nächste Herausforderung liegt dabei bereits bei rund 20,57 Euro. Sollte hier ein Ausbruch nach oben gelingen, warten zwar mit den entsprechenden gleitenden Durchschnitten weitere Widerstände (50-Tage-Durchschnitt bei derzeit 21,09 Euro; 100-Tage-Durchschnitt bei 22,40 Euro). Dennoch bietet sich der Titel für eine Turnaround-Spekulation an.

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